AACHEN / Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus / Seitenaltäre
Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus,
ehem. Franziskanerkirche (
Großkölnstraße
): Dreischiffige gotische Halle mit langgezogenem Chor und
Dachreiter, 1327 geweiht als Kirche des
Franziskaner-Klosters. 1390 Erweiterung des Chors um ein Joch. Durch
Stadtbrand 1656 und Erdbeben 1692 beschädigt. Die Schäden durch
L. Mefferdatis behoben (u. a.
Ausbesserung der Gewölbe 1706). Bei umfassender Restaurierung der Kirche in
2. H. 19. Jh. neue Dachdeckung und
Dachreiter, Sanierung der West- und Südseite durch E. Linse, Ersatz der hölzernen durch eine neugotische
Steinempore, Anbau von Sakristei und Anbetungskapelle anstelle des ehem.
Kreuzgangs, Auswechslung der Maßwerkfenster. Nach größeren Schäden im II. WK wiederhergestellt bis 1951 durch K. Schlüter. Innen hohe Kreuzrippengewölbe über
Rundpfeilern mit glatten Kapitellen (>> z. B. Essener Münster
1276–1327). An der nördl. Seitenwand
Darstellung der sieben
Sakramente (ein Wandbild verloren), 1899–1909 von
H. Krahforst. – Die beiden
Seitenaltäre zweigeschossige Ädikula-Aufbauten, um
1630, mit Altartabernakeln, 1739. Der gleichzeitig
mit den Seitenaltären entstandene dreigeschossige
Aufbau des
Hochaltars nach Kriegszerstörung rekonstruiert; die dem
Antwerpener Maler A. von Diepenbeek
zugeschriebenen Altarblätter erheblich rest. –
Holzskulpturen: Vesperbild und hl. Nikolaus,
15. Jh.; Fassung 19. Jh. –
Strahlenkranzmadonna,
1687. – In der neugotischen Seitenkapelle
Loretoaltar, ein urspr. freistehender Tabernakelaltar aus
der 1894 abgetragenen Loretokapelle, 1755 nach Entwurf von
J. J. Couven, stark erneuert. – Außen
vor dem südl. Seitenschiff
Kreuzigungsgruppe aus Stein,
1895 von L. Piedboeuf.

