BAD SCHWARTAU / Ev. Kirche Rensefeld / Schnitzfiguren
Ev. Kirche
Rensefeld, ehem. St.
Fabian. Einschiffiger Backsteinbau, um
1200 mit den Ostteilen beg. Grundriss durch die unmittelbar
vorausgehenden und gleichzeitigen ostholsteinischen Feldsteinkirchen (vgl.
Neukirchen, Gem. Malente) beeinflusst. Gewölbte Halbrundapsis mit
gestuftem Sockel und Fries aus Stromband zwischen Läuferschichten auf
Konsölchen (ähnlich wie an der Apsis in Altenkrempe) und
großem, rundbogigem Mittelfenster. Leicht eingezogenes, gestrecktes
Chorquadrum mit Flachdecke, durch spätgotische Anbauten seitlich
erweitert. Der nördl. mit Kreuzrippengewölbe, der
südl. 1965 als Sakristei
vollständig erneuert. – Einschiffiges, flach gedecktes
Langhaus des mittleren 13. Jh., im Barock
durch Abarbeitung des Chorbogens mit dem Chor zum Saal vereinheitlicht und mit
neuen Fenstern versehen. Reste einer Innengliederung durch Blendarkaden 1965 bei
Teilerneuerung der Südwand beseitigt. – Kleiner, spätgotischer Nordanbau. –
Westturm von 1693 zusammen mit dem
Westende der Kirche aus Feldsteinen und Ziegeln, rechteckig, mit neuem Portal
und Zeltdach. –
Apsismalerei, vielfiguriges
Jüngstes Gericht, rote Strichzeichnung, wohl aus dem
16. Jh., in enger Anlehnung an eine
Darstellung aus der Erbauungszeit der Kirche. –
Holzkanzel M.
17. Jh.,
Schalldeckel 1583.
– Unterlebensgroße
Kreuzgruppe, Holz, um
1500. –
Schnitzfiguren, Moses, Johannes d. T.,
Petrus und Paulus, des ehem. Altars von 1646.
– Geschnitztes
Wappen
der Eutiner Fürstbischöfe um
1700.

