BARKELSBY / Gut Hemmelmark / Inschrifttafel
Gut
Hemmelmark. Erste Erwähnung 1462. 1896 Erwerb durch
Prinz Heinrich von Preußen,
Großadmiral und Generalinspektor der Kaiserlichen Marine in Kiel.
Für ihn errichtet Hofbaurat E. E. v. Ihne in der
axialsymmetrischen Hofanlage des Barock 1903/04 Herrenhaus und Torhaus neu, das erste
im malerischen Kontrast, das zweite in traditioneller Beziehung zum
Bestand.
Herrenhaus im englischen Landhausstil, ein
zweigeschossiger, asymmetrischer Winkelbau, der durch einen Zwischentrakt mit
dem gegenüberliegenden älteren, schlichten Viktoriahaus (ehem.
Wirtschaftsgebäude) verbunden ist. Die breit gelagerte Hauptfront nach
Süden zum Hemmelmarker See. Den Eindruck bestimmen hohe
Satteldächer und Gauben mit vorkragenden Giebeln und Kaminen. Zum Rot
des Ziegelmauerwerks und der Dächer kontrastieren heller Sandstein der
Fenster- und Portaleinfassungen sowie das Weiß der Sprossenfenster,
Holzerker und Windbretter der Giebel. – Raumaufteilung erhalten, von
der Ausstattung nur wenige Vertäfelungen in sparsamem Jugendstil,
besonders in der Halle, im ehem. Arbeitszimmer des Prinzen und im Esssaal; im
Dachgeschoss ein dunkelblau getäfeltes ehem. Gastzimmer.
Im 1903 dat. Torhaus
verbinden sich dieselben Detailformen wie im Herrenhaus mit Stilelementen der
Gutsarchitektur. Von den großen barocken Wirtschaftsgebäuden
nur die urspr. reetgedeckte Scheune erhalten: Gestaffelter
Vierständerbau mit zwei Längsdurchfahrten. An der
Südseite
Inschrifttafel
einer Scheune von 1582, darunter
Tafel mit Wappen
v. Heespen und Baudatum 1740, beide
Sandstein. – Hinter dem Herrenhaus ausgedehnter Landschaftspark,
darin mittelalterlicher Turmhügel mit Wall und Graben.

