BEIDENFLETH / Ev. Kirche / Brüstungen
Ev.
Kirche, ehem. St.
Nikolaus. Einschiffiger, flach gedeckter Backsteinbau,
außen und innen 1960/61
neu verblendet, im Einzelnen stark verändert. – Der
eingezogene Kastenchor mit kleiner Dreifenstergruppe an der Ostwand und Rest
eines Winkelfrieses aus dem späteren 13. Jh.
– Hölzerner Westturm 2. H. 17. Jh., 1860 erneuert; der Helm dem der
Glückstädter Stadtkirche nachgebildet. –
Neugotisches Vorhaus an der Südseite des Chores. –
Glasfenster, 1961
von E. Forseth,
Stockholm. Darstellungen mit Bezug auf den Titelheiligen und die Taufe.
–
Schnitzaltar
1636 aus der Werkstatt des H. Baxmann, Hamburg.
Flügelschrein in architektonischem Rahmen mit Aufsatzädikula,
formal und ikonographisch dem mehrfach wiederholten
Spätrenaissancemuster des Altars in Hamburg-Allermöhe folgend,
jedoch durch gedrungenere Proportionen und gedrehte Säulen dem
Zeitgeschmack angepasst. Zugehörige Altarschranken. –
Bronzetaufe
1340. Kesselfünte mit umlaufender
Majuskelschrift, einzelnen Relieffiguren in zwei Zonen übereinander,
Köpfen und Medaillons, von vier Knappen auf einem Standring getragen.
–
Holzkanzel
1704. Polygonaler Korb auf gedrehter
Standsäule, durch gedrehte Säulen gegliedert und mit
Vollfiguren (Salvator und Evangelisten) in den Feldern. Schalldeckel, Aufgang
und Tür zugehörig. – Am neuen Gestühl
Wangen mit
Beschlagwerkschnitzerei und Türen des frühen
17. Jh. wiederverwendet.
Brüstungen des
Chorgestühls und
Paneel
von der barocken Chorempore. –
Westempore 1707,
durch gedrehte Säulen gegliedert. Emporengemälde zum
Glaubensbekenntnis. –
Triumphkreuzgruppe A.
16. Jh., schwungvoll, unter süddeutschem
Einfluss. Reich geschmücktes Kruzifix. Beifiguren abseits für
sich aufgestellt. –
Kruzifix. Schlankes, fein durchgebildetes
Corpus wohl des späten 16. Jh., einem
gotischen Typus folgend. Neues Kreuz. –
Schnitzfiguren: Marienkrönung,
zwei Hochrelieffiguren aus einem Altar des mittleren
14. Jh.
Anna
Selbdritt stehend, um 1460/80.
Vespergruppe um
1500, von bäuerlichem Ausdruck. –
Altarleuchterpaar, in Messing getrieben,
1694. Reich gegliederter Balusterschaft mit
Früchtedekor. – Opferstock, durch kunstvolle
Schmiedebeschläge gesichert. – Auf dem Kirchhof mehrere
Grabstelen des
18./19. Jh. in der für die
Elbmarschen typischen Form (vgl. Wewelsfleth und Wilster).

