DAADEN / Ev. Pfarrkirche / Einrichtung

Ev. Pfarrkirche. Schlichter Westturm als Rest der romanischen Kirche von 1136; 1784 reizvolle Haube nach Plan des jüngeren Skell aufgesetzt. Neubau der Kirche 1722–24 von Julius Ludwig Rothweil auf der Grundlage eines von Johann Georg Bager durch Emporen (vgl. Westerfeld/Hessen) bereicherten Planes der sächsischen Regierung in Eisenach. Einschiffige, weiträumige Anlage in Kreuzform. Typisch für Rothweil die großartige Wirkung des Querschiffs und der vorgezogene Kanzel-Orgel-Altar, der den Raum dahinter abtrennt (vgl. Weilburg/Hessen). Die Kreuzform tritt außen wegen der zu den zweistöckigen Emporen vermittelnden Treppeneckhäuser nicht in Erscheinung. In der geschlossenen Außenwirkung mit mächtigem, die Baukörper betonendem Mansarddach wie in der eindrucksvollen Raumgestaltung eine der besten Schöpfungen des protestantischen Barock im Westerwald (vgl. Neunkirchen). – Die bemerkenswerte Einrichtung mit Emporen, Gestühl, Kanzelaltar, darüber die Orgel von 1726, Stuckfeldern an der Decke ist in der Zurückhaltung bezeichnend protestantisch.

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