DAGEBÜLL / Ev. Kirche / Holztaufe
Ev.
Kirche, ehem. St.
Dionys. 1240 erwähnt. 1731 Neubau auf hoher Warft. –
Längsrechteckige, schlichte Backsteinsaalkirche mit Holzbalkendecke,
gedrückt rundbogigen Fenstern, Norder-, Süderportal und
Priesterpforte gleicher Form, letztere in 1967 erneuertem Vorhaus. –
Quadratischer Westturm aus Ziegeln 1909
von C. Voß.
–
Deckenmalerei
1750 von P. Volquard. In der Mitte zwischen
den Balken Kartuschen mit Darstellungen der Passion Christi und Inschriften.
– Einheitliche
Ausstattung aus der
Erbauungszeit: Architektonischer
Altaraufsatz des Akanthusbarock, dekorativ,
aber derb mit gedrehten Säulen, geschnitzten Tugendfiguren an den
Seiten und Engeln auf Giebelstücken; Hauptgemälde, Christus am
Kreuz. –
Holztaufe,
derbe Wiederholung der Taufe von Langenhorn. –
Holzkanzel wohl von J. Süncksen, Langenhorn
(vgl. Deezbüll). Breiter polygonaler Korb mit
Früchtegehängen und Figuren von Christus und Moses an den
Ecken, Inschriftmedaillons zwischen Akanthuslaub in den Feldern und auf dem
Schalldeckel. – Einfaches
Gemeindegestühl mit halbrunden
Wangenköpfen. –
Pastoren-
und Kantorgestühl. –
Altarleuchterpaar, Messing,
spätgotisch, schön gegliedert, auf
Löwenfüßen. –
Altarbehang, Mittelstück aus
Silber, 1754.
