DIEBURG / Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul / Hochaltar
Kath. Pfarrkirche
St. Peter und Paul (
Steinstr. 3 ). Der
Turmunterbau noch E.13. Jh. von einem bis 1569
als Minoriten-Klosterkirche dienendem Bau. Obergeschosse und Turmhelm 1845. Das Langhaus eine
dreischiffige neugotische Hallenkirche, Planung und Bauausführung
1891–93 von dem Limburger
Diözesanbaumeister M.
Meckel. 1944 im nordwestl. Bereich
durch Bomben zerstört und später verändert
wiederaufgebaut. – Hochaltar, Marienaltar und Triumphkreuz 1911 nach
Entwürfen von L. Becker:
Der aufwendige neugotische
Hochaltar als Fragment einer
Chorschrankenanlage aus französischem Kalksandstein gefertigt von den
Bildhauern K. Jina und
H. Steinlein; der neugotische
Marienaltar als Retabel aus
Lindenholz von G. Busch und
H. Steinlein; Restaurierung und
farbige Neufassung beider Altäre 1989. Ausführung des
Triumphkreuzes durch J. Landmann. Im östl. Joch des
nördl. Seitenschiffs
Taufstein, 1685
von J. W.
Frölicher, auf dem Deckel geschnitzte realistische
Darstellung der Taufe Jesu.
Vesperbild, frühes
15. Jh. etwas unterlebensgroß, aus Leder geformt
und mit Mörtelschichten und Leinwand als Farbuntergrund
überzogen (eine bei mittelalterlichen Plastiken selten angewandte
Technik, vgl. das Gnadenbild der Dieburger
>> Wallfahrtskirche).
Figur des hl. Rochus,
1752, im östl. Joch des südl.
Seitenschiffs. – Außen.
Figur des hl. Sebastian,
1740/41, am Pfeiler des westl. Jochs der südl.
Außenwand.
Weihwasserbecken
14. Jh. An der Nordseite
Grabplatten von Mitgliedern der Familien
Ulner von Dieburg und Groschlag
von Dieburg, 15. Jh., mit
Wappen. An der nördl. Außenwand der Sakristei
Kreuzigungsgruppe
1720, ehem. zum Wegekreuz an der Darmstädter
Straße (dort noch der Sockel mit Vesperbild)
gehörig.
Im Kirchenschatz spätromanisches
Brustkreuz,
13. Jh., reich mit Edelsteinen und mit
Goldfiligran verziert, montiert auf spätgotischem Fuß (von
Erzbischof Dietrich von Ysenburg der
Pfarrkirche geschenkt).

