DURLACH / Ev. Stadtkirche / Altar

Ev. Stadtkirche (St. Stephan). 1255 erstmals erwähnt, ev. seit 1556. Untere Teile des urspr. freistehenden (?) Westturms mit vermauerten rundbogigen Eingängen und gekuppelten Fenstern auf achteckigen Säulchen in Hirsauer Art, 12. Jh. Achteckiges Obergeschoß, Ende 15. Jh.; barocker Helm von Benedikt Burtscher, 1739. Spätgotisches Langhaus 1689 zerstört. An den nördlich stehenden Turm wird 1698–1700 durch Giovanni Mazza nach Entwurf von Domenico Egidio Rossi ein Neubau in Form einer dreischiffigen Hallenkirche, die gotischen Bauprinzipien in barocken Proportionen folgt, angefügt. Mittelschiff unmittelbar über den Scheiteln der hohen Säulenarkaden flachgedeckt; die Seitenschiffe an den östlichen Ecken abgeschrägt und muldenförmig überwölbt. Emporen. Stark eingezogener Chor mit 3/8-Schluß und Strebepfeilern auf Fundamenten des späten 15. Jh.s; Spitzbogenfenster auch im Langhaus. – Altar, um 1780. – Kanzel mit reichem Rocailleschmuck, vor 1770. – Spätgotisches Sandsteinkruzifix, urspr. auf dem alten Friedhof vor dem Basler Tor, abhängig vom >> Baden-Badener Kruzifix des Nikolaus Gerhaert. – Orgelprospekt von Johann Philipp und Johann Heinrich Stumm, 1755.

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