GLÜCKSTADT / Große Deichstr. 8 / Türen

Wohnhäuser: Am Fleth 21, zweigeschossiges Eckhaus, Ziegelbau mit hohem Walmdach, profiliertem Traufbalken und Knaggen, seit 1636 als Bäckerei bezeugt. Nr. 22, zweigeschossiges Backsteingiebelhaus von 1680 mit zweimal vorspringendem Fachwerkgiebel. Nr. 58, zweigeschossiges Traufenhaus aus der Frühzeit der Stadt, im 18. Jh. verändert mit Mansarddach, sandsteingerahmter, reich beschnitzter Oberlichttür und Barocktreppe im Inneren. 1981 in den spätbarocken Zustand zurückgeführt unter Erhalt des nachträglichen Zwerchgiebels.
Am Hafen 20 und 21, zweigeschossige Backsteingiebelhäuser des 17./18. Jh. mit Schweifgiebeln, der erste alt kupferverkleidet; der andere nachträglich verputzt. Nr. 46 (Palais für aktuelle Kunst), urspr. Endbau der Hafenstraße vor dem Schlossbezirk. Zweigeschossiges Traufenhaus von acht Achsen, mit Walmdach, im Kern Ziegelrohbau 2. Dr. 17. Jh. Korbbogige Entlastungsbögen über den Fenstern. 1697 im Stil des niederländischen Barock-Klassizismus modernisiert mit vorgesetzten dorischen Kolossalpilastern an Fassade und freier Seitenfront. Mittelportal in Sandsteinrahmen, Portalaufsatz mit Blütenwerk-Dekor und Spiegelmonogramm, im Sturz Inschrift: quasi non possidentes 1697 (erneuert). Zwerchhaus über der Mitte frühes 19. Jh. Alte Raumaufteilung. Schöne Diele mit Gruppe von drei Rokokotüren gegenüber dem Eingang, die mittlere mit geschnitztem Oberlicht zur Treppe. In einigen Räumen Reste dekorativer Wandbemalung des 18. Jh. hinter Tapetentüren. Im Obergeschoss barocke Türen. Gartenausgang mit Eisentreppe 1989 von R. Wuttke.
Am Markt 2, schlichtes, zweigeschossiges Traufenhaus, im Kern Fachwerkbau aus der Gründungszeit der Stadt. Im Inneren konstruktive Reste und gut erhaltene Fensterrahmung der Bauzeit. Nr. 9, stattliches Traufenhaus mit hohem Walmdach, zwei Vollgeschossen über Sockelgeschoss und schräger seitlicher Durchfahrt, im Wesentlichen aus der Frühzeit der Stadt. Verputzte Frontseite neu aufgeführt, dabei hoch liegender Mitteleingang beseitigt. Das modernisierte Innere z. T. noch bestimmt durch einen Umbau von 1771, davon die Haupttreppe, die von einem schmalen durchgehenden Mittelflur im Hauptgeschoss ausgeht. Im Sockelgeschoss ehem. Offizierswohnung (Laden), charakteristisch für die Garnisonsstadt, mit bemalter Holzbalkendecke des späten 17. Jh.Nr. 10, zweigeschossiges Fachwerkhaus von 1657 (d) an der Ecke Kirchplatz mit ausgekragtem Obergeschoss, Giebel Marktseite um 1940 rekonstruiert.
Große Deichstr. 8, ehem. Stadtapotheke, 1633 gegr. Zweigeschossiges Traufenhaus mit Mansarddach, 18. Jh. (entstellender Ladeneinbau). Älterer Fachwerk-Rückflügel an der Kapaunstraße. Im Inneren barocke Strukturen ( Treppe, Türen, Ausmalungsreste) bewahrt. Auf dem Hof Laboratorium als Apotheken-Museum eingerichtet. Nr. 18, Eckhaus am Hafen, urspr. zweigeschossiger Fachwerkbau um 1620, im Spätbarock und im 20. Jh. außen massiv in Ziegeln erneuert. Die Hafenseite M. 19. Jh. für Anbau eines Fachwerksaals verkürzt, in dem öffentliche Veranstaltungen stattfanden. Im Haupthaus Holztreppe des Spätbarock und guter Deckenstuck, mythologische Szenen, 17. Jh.
Jungfernstieg 11, zweigeschossiges Traufenhaus über hohem Keller 1. H. 19. Jh., klassizistisch gegliedert, mit Porträtmedaillon im Dreieckgiebel des Mittelrisalits.
Schlachterstr. 23, zweigeschossiges, traufenständiges Fachwerk-Doppelhaus mit vorkragendem Obergeschoss, im Wesentlichen 17. Jh., die südwestl. Hälfte 1673 dat.

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