GROSS SCHÖNEBECK / Ev. Dorfkirche St. Immanuel / Taufständer

Ev. Dorfkirche St. Immanuel. Langgestreckter, ehem. verputzter Saalbau aus grobem Feldsteinmauerwerk, wohl 14. Jh.; im 15. Jh. in schichtweise aufgebautem Mischmauerwerk nach Osten verlängert. Nach Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg 1664–73 mit niedriger quadratischer Ostsakristei aus Backstein erneuert. Der massige quadratische Westturm aus Feldstein wohl E. 14. Jh., Fachwerkaufsatz und Schweifhaube von 1690. 1966 rest. Im Glockengeschoss des Turms je zwei paarige Schallöffnungen pro Seite; Turmkanten und Gesimsprofil im 17. Jh. mit hellen Hausteinquadern erneuert. Im Westen spitzbogiges Backsteinportal mit tiefen Kehlen und Rundstäben, einfacher das Gewändeprofil der Stichbogentür zur Turmtreppe im Süden; Reste von zwei weiteren spitzbogigen Backsteinportalen in der nördl. und südl. Schiffswand. Die Stichbogenfenster mit betontem Keilstein und die rustizierten Ecklisenen aus Backstein 17. Jh. Innen. Putzdecke auf Voute, der Turm zum Schiff urspr. in großem Spitzbogen geöffnet. Gestühl und umlaufende, an der Ostseite zweigeschossige Emporen auf quadratischen, sich säulenartig verjüngenden Stützen, M. 18. Jh.; der Mittelteil der Westempore leicht vorgezogen. – Hölzerner Kanzelaltar in strengen Formen, 2. H. 18. Jh., der Korb von je zwei kannelierten Pilastern gerahmt. Orgel und schöner Orgelprospekt mit reichem Rocailledekor von G. Scholtze, Neuruppin, dat. 1749. Gusseiserner Taufständer von 1829, der Balusterfuß mit Akanthusauflage.

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