HANSESTADT LÜBECK / Depenau Nr. 31 / Terrakotta-Relieffries
Depenau (Nr. 10,
Zöllners Hof, >> Stiftungshöfe;
Nr. 14–18, Speicher der Kaufmannshäuser
Große Petersgrube 17–21).
Nr. 31.
Oberer Teil einer Stufengiebelfront aus dem 3. V.
16. Jh. Erhalten das ausgegliederte Zwischengeschoss mit
drei Fenstern in großen Flachbogenblenden und der dreigeschossig
geschichtete Giebel mit Flachbogenluken auf geschossteilenden Gesimsen. Blenden
und Luken auffällig reich mit Taustäben gerahmt. Unterhalb des
Zwischengeschosses
Terrakotta-Relieffries aus der Werkstatt
des St. v.
Düren: Bildnismedaillons und Triptychon, Mensch
zwischen Gesetz und Gnade (vgl. Mengstr. 27). Zwei Einzelplatten mit
Bildnismedaillons im Giebel. – Innen Diele des 18. Jh., im
Flügelobergeschoss vollständig
ausgemalte Kammer: Decke mit Wolkenhimmel,
auf den bohlenverkleideten Wänden Paneelimitation mit Girlandenmotiven
sowie figürliche Darstellungen in den Supraporten.
Nr. 33. Einmal gestufter,
steiler Kleinhausgiebel 1472 (d), durch drei schmale,
spitzbogige Hochblenden gegliedert. Flachbogige Doppelluken in zwei Geschossen,
darunter flache Entlastungsbögen, die auf ein von vornherein
ausgebautes Wohngeschoss deuten. Dielengeschoss mit gestuftem Fasensteinportal.
– Innen im zweigeschossigen Flügelbau bemalte
Holzbalkendecken in Akanthus- und
Bandwerkornamentik, frühes
18. Jh.
Nr. 35. Im Kern
gotisches Giebelhaus 1472 (d), die Stufengiebelfront
1612 (d) beim Umbau verändert
und um 1800 mit dreieckigem
Giebelaufsatz abgeschlossen.
Nr. 37. Zweigeschossige
Schweifgiebelfront des Zopfstils (spätes
18. Jh.) urspr. mit weiblicher Topfigur auf geschweiftem
Giebelkopf (jetzt ins Innere verbracht). Zopfstil-Oberlichttür.
– Kleinbürgerdiele, mit
Hausbaum (1686 d)
Küchenverschlag und
Treppenanlage aus dem
frühen 19. Jh. Im älteren,
eingeschossigen Flügelbau bemalte
Holzbalkendecke, A.
18. Jh.
(Nr. 45, Wohngang
„Durchgang“, >> Marlesgrube
56.)

