HOLLE / Ev. Kirche St. Dionysius / Grabplatte

Ev. Kirche St. Dionysius. Am Ende einer Allee auf einer natürlichen Sandkuppe gelegene Saalkirche aus Backstein mit polygonalem Ostabschluß, sämtliche Formen verändert. Im Kern noch 13. Jh., nach Einsturz der Osthälfte 1741 verlängert, dabei die Wölbung beseitigt. Der 1868 errichtete Westturm 1945 gesprengt, Westwand 1947 neu aufgeführt, im Chor neuer Segmentbogen. - Kleines Altarretabel, dat. 1702; auf einem Gemälde der sein Blut spendende, auf einem Brunnen stehende Christus, seitlich 2 schlanke Engelsfiguren, oberhalb des Gebälkes 2 weitere Engel. - Kanzel, dat. 1637, charakteristische Arbeit L. Münstermanns; der polygonale Korb mit breiten rustizierten Rundbögen, darunter vor perspektivisch aufgefaßten Nischen Figuren der Evangelisten, auf dem Deckel der Salvator und die Allegorien Frieden und Eintracht.- Relief Himmelfahrt Mariae, aus einem spätgotischen Schnitzaltar, osnabrückisch, um 1520 (vgl. Blankenburg, Edewecht u.a.). - Grabplatte des Vogtes Johann Mönnich (+1645) und Frau Lücke (+1652), gute Darstellung im Hochrelief, die beiden unter einem Doppelbogen wiedergegebenen Verstorbenen in spanischer Tracht, darüber die 3 Personen der Dreifaltigkeit. - An der Nordwand Reste des 1706 gefertigten Grabkellers des Vogtes J. D. Mönnich: Grablegung, Auferstehung, Jüngstes Gericht. - Taufschale aus Messing, 1626, die zugehörige Taufe L. Münstermanns im Landesmuseum Oldenburg. - Porträts des Pastorenehepaares Rosa, 1638, urspr. an einem Epitaph.

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