HOLTROP / Ev. Kirche / Innere
Ev. Kirche. Mittelgroße romanische Saalkirche aus Backstein M. 13.JI1., urspr. mit halbrunder Ostapsis. Die Längswände mit
Mauerrücksprung in halber Höhe, die ehem. Jocheinteilung dort durch Lise- nen gekennzeichnet; die alte Fensterform an der Nordwand erhalten. Südl. ein mittelalterlicher
Glockenstuhl des Parallelmauertyps. - Das
Innere urspr. in 3 quadratischen Jochen gewölbt, heute hölzerne Spiegeldecke. Reste der Wölbung sichtbar, die einst
kräftigen Wandvorlagen zum großen Teil abgeschlagen, darüber die Schildbögen vorhanden. Im späten 14. Jh. Entfernung der Apsis, Einbau eines Lettners an der Westseite des alten
Ostjoches, gleichzeitig Einwölbung des querrechteckigen Chores durch 2 längsrechteckige, durch einen Gurtbogen getrennte Gewölbe mit Bandrippen. Der ein Joch tiefe Lettner mit
3 rundbogigen Öffnungen, die beiden äußeren wahrscheinlich nachträglich vermauert. An der Nordwand Wandmalereifragmente einer großformatigen Darstellung des Jüngsten Gerichtes
2. H. 15. Jh.
Dreigeschossiger
Altaraufsatz M. 17.Jh., mit Gemälden, flankierenden Säulen und durchbrochenen Ohren, im Zentrum das Abendmahl, darüber die Kreuzigung und die
Auferstehung. - Kanzel 1.H. 17. Jh., in flachen Spätrenaissanceformen, gemalte Evangelisten zwischen reicher Beschlagwerkornamentik. - Zierlicher Orgelprospekt auf der
Westempore, 1772 von H.J. Müller, Wittmund. - Lebensgroße Triumphkreuzgruppe um 1500.- 2 Messingkronen 16. Jh.

