KIEDRICH / Kath. Pfarrkirche St. Dionysius und Valentinus / Steinkanzel / Figuren
Kath. Pfarrkirche
St. Dionysius und Valentinus. Aus einer niedrigen
Stufenhalle des 14. Jh. entwickelte Emporenbasilika
E. 15. Jh. Bedeutende Wallfahrtskirche aus dem 14. und
15. Jh., unter den mittelrheinischen Kirchen dieser Zeit die
reizvollste, besonders dank der reichlich erhaltenen mittelalterlichen
Ausstattung, zu der u. a. eines der wenigen komplett erhaltenen
vorreformatorischen Laiengestühle gehört. Die
vollständige spätgotische Stileinheit von Architektur und
Einrichtung ist der auf Initiative des englischen Baronets J.
Suttons 1857–76 durchgeführten
Restaurierung zu verdanken.
Baugeschichte und Beschreibung
Eine vorgotische Kirche ist urkundlich gesichert und seit
1962 in ihren Maßen bekannt: Sie war dreischiffig und deckte sich mit
dem jetzigen Grundriss zwischen Turm und Triumphbogen. An das Mittelschiff
schloss sich in gleicher Breite ein Chorquadrat mit Apsis an. Ihr Titelheiliger,
St. Dionysius, Patron der Frankenkönige, lässt auf eine recht
frühe Gründung schließen. Der heutige, gotische Bau
weicht in seiner Ausrichtung von der für den Ursprungsbau anzunehmenden
Ostung stark nach Norden ab. Er entstand in vier Bauphasen:
Der gotische Bau
1. Der erste gotische Bau, eine
niedrige Stufenhalle, wurde veranlasst durch die Schenkung der
Schädelreliquie des hl. Valentin A. 14. Jh.
Für diesen Bau nutzte man die Fundamente des Vorgängerbaus und
führte lediglich die Seitenschiffe am Turm vorbei nach Westen weiter;
auch der 5/8-Schluss des Chors saß auf der alten Apsis. Der Bau wohl
vor der Stiftung des Marienaltars 1333 mit dem Chor beg. Vom Langhaus
zunächst das nördl. Seitenschiff ausgeführt. Die
Vollendung des Langhauses mit den Altarstiftungen von 1380 und 1382 am Ostende
der Seitenschiffe anzunehmen. Zuletzt wurde der viergeschossige Westturm
fertiggestellt. Die Aufhängung der Gemeindeglocke 1389 und der
Schlussstein im 2. Geschoss mit dem Wappen des verstorbenen Stifters
Otto von Scharfenstein
(† 1391) deuten auf eine Vollendung des Baus vor 1390. – Aus dieser Bauphase
erhalten: die untere Hälfte des heutigen Langhauses
einschließlich der Seitenschiffe mit ihren Gewölben. Der
Querschnitt des urspr. Dachs außen am Westgiebel des nördl.
Seitenschiffs und innen im Dachraum an der östl. Turmwand noch
erkennbar. An der Nordseite zwei-, an der Südseite dreiteilige
Maßwerkfenster (>> Eltville, Pfarrkirche); das
westl. an der Südseite mit Rundstabprofilen. Zwei schlichte Portale,
das südl. mit provinzieller Kreuzigungsgruppe im Tympanon, um
1380/90 (?). – Im Innern Achteckige kämpferlose
Schiffspfeiler; in den Seitenschiffen Kreuzrippengewölbe mit
figürlichen und Wappenschlusssteinen auf schönen Figuren- und
Laubkonsolen; von den Gewölben des Mittelschiffs seit der
spätgotischen Aufstockung nur die Konsolen erhalten. – Am
stattlichen Westturm jeweils zwei Geschosse mit Rahmengliederung und
abschließendem Maßwerkfries zusammengefasst, die unteren
Geschosse zur Westseite mit flächiger Quaderung. Der Turmentwurf steht
noch in der romanischen Tradition des Mainzer Doms; ausgeführt wurde er
unter der Leitung eines aus Ulm stammenden Meisters unter Beteiligung von
Steinmetzen der Mainzer und Eltviller Bauhütte, die kurz zuvor an der
Einwölbung des Schiffs von St. Peter und Paul in
>> Eltville tätig waren. Die Eingangsfassade
entstand, nach neuesten Erkenntnissen der Bauforschung, zeitgleich mit den
Turmmauern und ist einem Werkstattkreis um Köln, Marburg und Erfurt
bzw. dem Umkreis der Parler zuzuschreiben. Die qualitätvollsten, in der
Komposition an Buchmalereien und Elfenbeinschnitzereien erinnernden
Steinmetzarbeiten des Portals dem Meister der
Mainzer Karmeliter-Madonna zugeschrieben (von seiner Hand u. a.
auch das Grabmal des Erzbischofs Gerlach von Nassau im Kloster Eberbach,
>> Hattenheim). Das vierteilige Westfenster mit reichem
Maßwerk (ehem. Michaelskapelle) und das Westportal 1876 rest. und
farbig gefasst. Am Mittelpfosten Statue des hl. Valentin, über
Laubkonsolen mit Köpfen das Tympanon mit Reliefs im Weichen Stil. Unten
Verkündigung und Segnung der gekrönten Maria, oben Gottvater
zwischen zwei musizierenden Engeln. Die reich mit Krabben verzierte Laibung von
einem Wimperg in Kielbogenform bekrönt und von Fialen
flankiert.
2. Im 3. V. 15. Jh., vermutlich
ab 1454 (Schenkung neuer
Valentinus-Reliquien) Errichtung des breiteren und erheblich höheren
Chors aus einem Joch und 5/8-Schluss durch Meister
Wilhelm, der vor der Ausführung des Gewölbes
starb (vor 1476). Sehr reiche spätgotische Formen im Spätstil
der Frankfurter Bauhütte. Einwölbung 1481 durch W. Tenc, den späteren leitenden
Baumeister der Stadtpfarrkirche in Steyr (Oberösterreich). –
Die Strebepfeiler an der südl. „Schauseite“ vom
Sohlbankgesims an, an der Nordseite erst im oberen Teil durch Nischen mit
Baldachinen, Blenden, Wimpergen und Fialen bis über die
krabbenbesetzten konkaven Pultdächer hinaus aufgelöst; die
Meißelarbeit hier und am drei- und vierteiligen Maßwerk der
quergeteilten Fenster von einem Reichtum und einer künstlerischen
Höhe, die sonst im Rheingau nicht vorkommen. Von dem durch Meister Wilhelm geplanten, einfacheren
Gewölbe die Anfänge über dem heutigen erhalten; jetzt
prächtiges Sterngewölbe mit sich überschneidenden,
doppelt gekehlten Rippen auf den älteren Bündeldiensten. Die
Gewölbefigurationen, ähnlich der Schlosskirche Meisenheim
(Rheinland-Pfalz): breitgelagert und weitmaschig im Chorjoch, zentralisierend im
Polygon. Auf dem Schlussstein gemaltes Erbärmdebild, an den
Knotenpunkten acht Wappen: Gemeinde und Schultheiß, Bauverwalter sowie
der ausführende Baumeister Tenc mit seinem Zeichen, einem umgekehrten Y
bzw. einem T mit gegabeltem Schaft, und der Jahreszahl 1481. –
Gleichzeitig mit dem Chor die ebenfalls aufwendig gestaltete
Südsakristei, mit hohem Satteldach, dessen Giebel Eckfialen, zierliche
Maßwerkborten und eine große Kreuzblume bereichern, an den
südl. Ecken Schrägnischen unter reichen Baldachinen. Im Innern
das kuppelförmige Sterngewölbe in seiner Rippenfiguration
derjenigen des Mittelteils des Chorpolygons entsprechend. Die kleinere,
außen schlichte Nordsakristei mit einfacherer
Gewölbefiguration, die Rippen an zwei Kreuzungspunkten mit Laubwerk
geschmückt.
3. Ab
etwa 1480 bis 1493 das Langhaus von Tenc zur Emporenhalle aufgestockt,
d. h. das Mittelschiff nach Abbruch der alten Gewölbe auf die
ungefähr doppelte Höhe gebracht und über den
Seitenschiffen nach dem Vorbild der ehem. Stiftskirche St. Goar
(Rheinland-Pfalz) Emporen angelegt. Gleichzeitig das mächtige, alle
drei Schiffe überspannende Dachwerk. Auf den Strebepfeilern
Kreuzblumen. Die Maßwerkfenster über den Emporen von
ähnlicher Größe und Teilung wie die unteren, aber in
spätgotischer Durchbildung. Im Mittelschiff Sterngewölbe (bez.
1490) ähnlich Bechtolsheim (Rheinland-Pfalz) und
>> Rauenthal, im Emporengeschoss Kreuzgewölbe
(bez. 1493). Die Emporenbrüstungen aus Maßwerk verlaufen vor
den Pfeilern.
Veränderungen seit dem
Mittelalter
Nach Brand 1712 erhielt der Turm ein barockes 5.
Geschoss und einen hohen barocken Helm; diesem wurde der Dachreiter angeglichen.
1857–76
Restaurierung durch F. J. von
Denzinger und A. F.
Martin (einem Schüler E.
von Steinles). 1866 gab von
Denzinger dem Dachreiter seine neugotische Gestalt, ebenso
1873/74 dem Turmobergeschoss samt dem Helm nach dem Muster von
Rauenthal.
Wandmalerei, Glasfenster und Ausstattung
Die originale
Rankenbemalung der Gewölbe 1965
freigelegt und neugotisch ergänzt. – In der
Südsakristei elegant geschriebene lateinische
Wandsprüche (Distichen),
E. 15./A. 16. Jh., die sich
mit den Funktionen der Geistlichen befassen und das Marienlob künden.
– Die
Glasfenster
1870–79 von Baron J. B. C. de Bethune, Gent,
die qualitätvollen Seitenfenster des Chors von seinem Schüler
J. Osterrath aus Tilff bei
Lüttich. In den Fenstern des Nordschiffs Scheiben 2. H.
14. Jh. erhalten, stehende Heilige unter Baldachinen. Fenster in der
Südsakristei teilweise mit Glasmalereien
E. 15. Jh.
Lettner, urspr.
E. 15. Jh., nach 1682 abgebrochen, 1864 unter Verwendung von alten
Bruchstücken neu errichtet, dreijochig mit Netzgewölben auf
achtseitigen Pfeilern und mit Maßwerkbrüstung (die
Wendeltreppe 1966 entfernt); die
Steinfiguren 1864
von Bildhauer N. Elscheid. An der
Chorseite vier
Heilige aus der
Werkstatt des Meisters mit dem
Brustlatz, hll. Sebastian, Elisabeth, Maria Magdalena,
Christophorus vom ehem. Elisabethaltar. – Die
Kreuzigungsgruppe im Triumphbogen aus
verschiedenen Zusammenhängen: Triumphkreuz, Holz, aus dem Umkreis des
H. Backoffen, vielleicht
P. Schro. Großfiguren
Maria und Johannes, von Sutton erworben, in der Riemenschneider-Nachfolge, zwei Engel,
nach 1500, ebenfalls von Sutton in Nürnberg
gekauft.
Ausstattung im Chor.
Hochaltar, hinter der gotischen Mensa als
Epitaphaltar für Caspar von Eltz
(† 1619) vielleicht in der
Werkstatt von H. Juncker
geschaffen, nach anderer Zuschreibung von J.
Friess. Mehrzoniger steinerner Renaissance-Aufbau mit Stuck-
und Alabasterreliefs, Heiligenfiguren und Ahnenwappen; das große
Hauptrelief mit der Anbetung der Könige zwischen Figuren der hll.
Bonifatius und Elisabeth, darunter links Mannalese und Ausstellung der
Schaubrote mit Melchisedech, rechts Abendmahl und Esther vor Ahasver;
über dem Hauptrelief Statue des hl. Valentin, Relief der Kreuzabnahme
und bekrönende vollplastische Kreuzigungsgruppe. –
Sakramentshaus
1869 unter Verwendung von Bruchstücken des um
1490 entstandenen Vorgängers durch Bildhauer T. Broichmann neu aufgeführt; hoher
zierlicher Turm in reichster Formentfaltung, mit zweistöckigem
Tabernakel. –
Messpult, Holz, mit den Leidenssymbolen
Christi. Stiftung des Altaristen Conrad von
Lahnstein, vor 1500. –
Chorgestühl
um 1500, die Baldachine stark, die Bischofsfiguren vor
der Rückwand teilweise ergänzt; auf den Wangen der Frontseiten
vollplastisch Tierdrolerien. Die davorstehenden Bänke und das
Sängerpult 19. Jh. – Hölzerner
Dreisitz,
A. 16. Jh., mit ornamentalen und
figürlichen Schnitzereien. – Kleine
Tragorgel, ausgehendes
17. Jh., aus Flandern (Geschenk Suttons).
– Schlanke thronende
Muttergottes, Holz, um
1330, von höfisch-zartem Liebreiz, vielleicht
niederrheinisch-kölnisch, mit stark französischem Einschlag
(1875 auf dem Kirchenboden gefunden). –
Vesperbild, Holz, mittelrheinisch,
um 1400 (>> Lorch), Fassung neu.
–
Vortragekreuz
um 1500. – Zwei
Choralhandschriften, um
1300 (aus dem Mainzer Dom) und 15. Jh. (aus dem Erfurter
Dom).
Grabdenkmäler im Chor. An der Nordwand
Grabplatte des Stifters des
Hochaltars Caspar von Eltz
(† 1619) mit Ahnenwappen.
– Zuseiten des Hochaltars
Ädikula-Epitaph für
Dieter von Hohenstein
(† 1571) und seine Ehefrau
Katharina († 1560), unter
dem Kruzifix kniendes Paar. – Ähnlich, aber stärker
plastisch mit rahmenden Vollsäulen
Eberhard Koeth von
Wanscheid
(† 1609) und Frau. –
Über dem Eingang zur Nordsakristei
Marmorgrabmal, vermutlich nach Entwurf von
Reichsfreiherr A. F. von Ritter zu
Groenesteyn für seine Tochter Maria
Philippina
(† 1759). –
Südl. neben dem Triumphbogen
Figurengrabplatte des Ritters
Gerhard von Scharfenstein
(† 1352) und seiner Ehefrau.
– Nordwestl. vor dem Lettner unter Holzdeckel 1649 gesetzte
Grabplatte der Anna Ursula
von Ritter zu Groenesteyn geb. von Schwalbach
(† 1649) und ihres Gemahls
Stephan († 1657).
Ausstattung im Langhaus. An der Ostwand des südl.
Seitenschiffs
Katharinenaltar,
von Juliane von Schwalbach geb. von Eltz 1620
gestifteter Epitaphaltar, recht gute Arbeit; Kreuzigungsgruppe zwischen zwei
Tafeln mit Ahnenwappen, im Aufsatz Auferstehung Christi und Heiligenfiguren. Auf
der Mensa
Reliquienbüste, hl. Valentin,
18. Jh., mit Schädelreliquie.
– An der Ostwand des nördl. Seitenschiffs
Johannesaltar, Altarschrein um
1500, Anna Selbdritt, Johannes Ev. und Johannes d. T.,
Hauptwerke der Werkstatt des Meisters mit dem
Brustlatz, die Gesprengefiguren als Gesellenarbeit angesehen;
teils an den Gliedmaßen ergänzt und, nach Beseitigung der
alten, mit neuer Fassung versehen, 1862 durch N. Elscheid zudem Schnitzarbeiten
ergänzt, Gesprenge und wohl Predella hinzugefügt. Die gemalten
Flügel 1862 von A. F.
Martin (Kopien der Flügelbilder des
spätgotischen Wolfskehler Altars im Landesmuseum
>> Darmstadt). – Auf der nördl.
Empore
Margaretenaltar, drei
qualitätvolle
Heiligenstatuen
E. 15. Jh., um 1865 z. T. stark
rest., besonders die hl. Margareta; in einem Schrein der 1860er
Jahre. – Auf der südl. Empore
Marienaltar, um
1480, E. 19. Jh. wahrscheinlich aus Bayern
erworben; im Schrein Muttergottes zwischen Petrus und Paulus, auf den
Flügeln im Relief Geburtsgeschichte Jesu, außen gemalte
Passionsszenen. Arbeit mit derben Zügen. –
Taufstein aus schwarzem Marmor,
1753, nördl. neben dem Lettner. –
Sechseckige
Steinkanzel mit
Maßwerkblenden, bez. 1493, von Tenc, dem Meister der Chor- und
Mittelschiffsgewölbe; die
Figuren 1901 von
H. Steinlein. –
Beichtstühle
1688 (teils rest.), nicht urspr. die
bekrönenden Figuren, hl. Johannes Nepomuk,
M. 18. Jh., und hl. Michael, A. 18. Jh. (aus
Kloster Eberbach, >> Hattenheim). –
Kirchengestühl,
1510 von E.
Falkener (vgl. Bechtolsheim, Udenheim und Weinheim in
Rheinland-Pfalz), eines der wenigen vollständig erhaltenen
spätgotischen Laiengestühle in Deutschland (das
Emporengestühl 1872 nachgeschnitzt); phantasiereiche Flachschnitzerei
mit zahlreichen Inschriften, Pflanzendarstellungen und feinstem
Maßwerk. –
Orgel, um 1500
geschaffen, mehrfach repariert und 1710 im Aufbau erneuert; 1859/60 die spätgotische
Disposition von L.-B. Hooghuys
aus Brügge wiederhergestellt, das Gehäuse nach Fragmenten
überwiegend neu hergestellt, die von A. F. Martin gemalten Flügel
und der Holzbalkon hinzugefügt. – Südl. des
Lettners sechseckiger schmiedeeiserner
Leuchtertisch, um
1500 (ähnlich dem in >> Rauenthal,
St. Antonius).
Zahlreiche Einzelbildwerke. Südl.
unter dem Triumphbogen
Gnadenstuhl, Holz,
14. Jh. – An den beiden
östl. Schiffspfeilern
Anna
Selbdritt, Holz,
A. 16. Jh., und
Muttergottes auf der Mondsichel,
Terrakotta, mittelrheinisch,
M. 15. Jh.; Konsole 1500.
– An den westl. Schiffspfeilern die hll.
Dionysius und
Valentinus,
16. Jh. – Im südl.
Seitenschiff
Sitzender Bischof,
wohl 2. H. 14. Jh., Neufassung 1976.
– An der Westwand des Südseitenschiffs
Immaculata,
18. Jh., rest. 1981 (wohl von einem der ehem.
Barockaltäre). – Im nördl. Seitenschiff
Jakobus d. Ä.,
um 1500, aus der Werkstatt des Meisters mit dem Brustlatz. – An
der Ostseite des Turms zwei qualitätvoll gemalte
Holzepitaphe: Walburga
Koeth von Wanscheid
(† 1566), die Verstorbene mit
Familienwappen unter dem Kruzifix, und
Bartholomäus
Thein
(† 1581), die Familie des
Verstorbenen unter der Auferstehung Christi.
Ausstattung der
Sakristeien. Spätgotische
Sakristeitüren, diejenige der
Südsakristei in ihren Beschlägen besonders reich ausgebildet.
– In der Südsakristei spätgotische
Piscina mit Maßwerkvorhang sowie
mehrere spätgotische
Wandschränke mit alten
Beschlägen, derjenige in gedrücktem Spitzbogen mit einem der
Sakristeitür verwandten flächigen Beschlag.
Im Turm spätmittelalterliches
Geläut von hohem musikalischem
Wert.
Gemeindeglocke
1389,
Große
Glocke sowie
Messglocke 1513
von Hans von Frankfurt.
Mittagsglocke zweimal umgegossen (zuletzt
1868). Im Dachreiter
Beichtglöckchen
15. Jh.

