KOTZEN / Ev. Dorfkirche / Emporenkanzelaltar
Ev.
Dorfkirche. Im Kern spätgotischer Saalbau in
Mischmauerwerk mit eingezogenem, quadratischem niedrigen Westquerturm; 1711 erneuert, dabei Erhöhung der
Schiffswände, Turm erhielt Quersatteldach, Erweiterung der Fenster zu
stichbogigen Öffnungen, Anfügung der südl. Patronatsloge mit
Gruft. An der nördl. Schiffswand getrepptes Rundbogenportal, der Turm
mit südl. Außentreppe. Innen Flachtonne.
Westempore, in der Mitte vorschwingend.
– Stattlicher
Emporenkanzelaltar
1712, breit gelagerter Aufbau mit Doppelsäulen und
filigranen Akanthuswangen, davor zwei Figuren auf Konsolen, am polygonalen
Korb die vier Evangelisten und Petrus. Kronenförmiger Schalldeckel, auf
dem Gebälk Wappenkartuschen. An der Südwand ehem.
Patronatsloge, die Brüstungsfelder mit
gemalten Wappen, um 1720.
Orgel dat. 1764 von G.
Scholtze aus Ruppin, mit reichem Rokokodekor. An der Nordwand
zwei große qualitätvolle
Wandepitaphien
aus Sandstein, von W. Chr. Meyer aus
Berlin. 1. für Augustine Ernestine v. Stechow
(†1773), Konsole mit Puttengruppe und Urne,
architektonisch gerahmte Schrifttafel, darüber Bildnismedaillon der
Verstorbenen und Putten, bekrönt von der schreibenden Historia; 2.
für Friedrich Wilhelm Ferdinand Thielo v.
Stechow (†1787), auf
breiter Konsole mit Chronoskopf eine Art Stele mit Schrifttafel, flankiert
von Trophäen und Figur des Mars, abschließend Draperie mit
Puttengruppe und bekrönender Urne.
Kreuzepitaph für Eduard v. Stechow
(†1865).
Glocken
1557 und 1567.

