LOICHING / Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul / Hochaltar

Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul. Langgestreckte Wandpfeileranlage unter steilem Satteldach. Die Mauern des Langhauses noch aus dem 13. Jh.; Kreuzbogenfries an der Südaußenseite, im Inneren z. T. in halber Höhe abgesetzt. Turm, Vorhalle, Chor und Gewölbe um die Mitte des 15. Jh.
Äußeres. Am Chor Dachfries. Strebepfeiler im mittleren Absatz übereck gestellt. Glatte Westfassade mit geböschten Stützmauern. Der massige Südturm in der Flucht angesetzt. Am quadratischen Unterbau Spitzbogenblenden. Originell die Überleitung zum Oktogon: leicht geschwellte Türmchen mit bekrönender Kegelspitze über deutschem Band. Vorhalle netzgewölbt; das spitzbogige Portalgewände mit Rundstäben zwischen Kehlen profiliert.
Inneres. Langhaus zu sechs Jochen. Die hochliegenden Fenster z. T. achsversetzt und barock verändert. Im Westen jüngerer Emporeneinbau. Der dreijochige, kaum merklich eingezogene Chor durch gefasten Chorbogen ausgegrenzt; Schluss in drei Seiten des Achtecks. Wandpfeilerarkaden in Schiff und Chor; Sockelzone und Ansatz des Schildbogens durch Eckauskehlung des Pfeilerschaftes markiert. Einheitlich figuriertes Sternrippengewölbe mit durchlaufender Mittelbahn aus Fließrauten. Spitzkonsolen, darauf halbkreisförmige Stelzen im Schiff bzw. vorgelegte Wappenschilde im Chor.
Hochaltar 1628, mit späteren Veränderungen. Im Schrein eine Muttergottesfigur, 1. H. 16. Jh., barock überarbeitet. Seitlich beachtliche lebensgroße Holzfiguren hll. Petrus und Paulus. Rokokotabernakel 1760 von Josef Fischer und Ignaz Kaufmann, Teisbach. – Seitenaltäre spätes Rokoko, um 1780, unter Einbeziehung älterer Ausstattungsstücke. Altarblätter Übergabe des Skapuliers an Simon Stock; der Gekreuzigte über dem Fegefeuer. Seitenfiguren der hll. Florian und Martin, Laurentius und Stefan. – Kanzel klassizistisch, E. 18. Jh. Am Korb Reliefmedaillons der drei christlichen Tugenden sowie vier weibliche Büsten als Personifikationen der Erdteile. – Gestühl mit reich geschnitztem Akanthuswerk, bez. 1702.
Im Chor drei großformatige Ölgemälde des 17. Jh.: Heimsuchung (?), Anbetung der Könige und Ostermahl. – Holzfiguren. Im Chor hl. Georg als Drachentöter, um 1480. Überlebensgroßes Chorbogenkruzifix, um 1700. Im Schiff Maria als Himmelskönigin, A. 16. Jh. (Kind ergänzt). Ebd. hl. Leonhard mit Abtsstab und Birett, A. 16. Jh.
Marmor- Epitaph mit trauerndem Putto für Maria Ludovika von Pechmann, bez. Franz Schwanthaller1821. In der Vorhalle.

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