PERACH / Kath. Kirche St. Mariä Himmelfahrt / spätgotischer Fresken

Kath. Kirche St. Mariä Himmelfahrt. Am Rande eines Südhanges über dem Inn gelegene, kleinere Saalkirche des ausgehenden 13. Jh.s, Mitte 15. Jh. leicht umgestaltet und eingewölbt. Fünfachsig, ohne Choreinziehung, mit Dreiachtelschluß. Streben in wechselnder Stärke. Breiter, freskierter Maßwerkfries der Spätgotik freigelegt. Westturm mit barockem Abschluß und Doppelzwiebel. Nördliches Nebenschiff 1982.
Im Innern Netzgewölbe über polygonalen Diensten. – 1929 und 1946 große Teile spätgotischer Fresken freigelegt: im Chor Apostelfiguren, im Langhaus Passionsdarstellungen, Auferstehung und Geburt Christi; an der Südwand, dem Eingang gegenüber, große Christophorusgestalt. – Hochaltaranlage mit gedrehten Säulen, um 1700, später leicht verändert und ergänzt; Rokokotabernakel; seitlich Figuren der hll. Johannes d. T.s und Florian, darüber Büsten der hll. Sebastian und Leonhard. – Rokokochorgestühl. – Im nördlichen Seitenschiff Rokokoaltärchen mit Gemälde, Vision des hl. Antonius, bez. „F:P: 1786“. – Chorbogenkreuz um 1525, wohl vom Meister der Altöttinger Stiftstüren. – Rest eines Glasgemäldes im Chor erhalten, Szene aus dem Marientod, um 1430.
Allerseelenkammer (Karner). – Nördlich neben dem Turm, mit Gebeinen und Ausstattung des 18. Jh.s.

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