ROSTOCK-TOITENWINKEL / Ev. Kirche St. Katharina und St. Lorenz / Epitaphgemälde
Ev. Kirche St. Katharina und St. Lorenz. Backsteinbau auf Feldsteinsockel, im Kern 2. H. 14. Jh. Weitgehend unverändert der zweijochige Rechteckchor mit Strebepfeilern und Blendengiebel. Das Langhaus urspr. eine dreischiffige Stufenhalle von drei Jochen, bei Restaurierung 1889 nach Entwurf von G. Daniel zur Basilika umgebaut, Seitenschiffe mit querhausförmiger Erhöhung des mittleren Jochs sowie alle Fenster erneuert und neugotischer Westturm angesetzt. Innen die reich gegliederten Pfeiler und Scheidbögen der Halle erhalten; in allen drei Schiffen Holzdecken, Mittelschiff urspr. mit trapezoider Holztonne; im Chor Kreuzgewölbe mit Birnstabrippen über Halbrunddiensten mit Kelchkapitellen.
Wand - und
Gewölbemalerei im Chor 2. H. 14. Jh., 1889 stark erneuert: zwei Wandfriese mit Darstellungen aus dem Alten und Neuen Testament, in den Gewölben Passionsszenen,
Marienkrönung, Jüngstes Gericht sowie Heilige und Apostel, in nördl. Fensterblende Christophorus.
Neugotische Holzausstattung 1889.
Flügelretabel, um 1500, wohl aus einer Rostocker Werkstatt, verwandt dem Retabel der Kirche in >> Bentwisch. Im Schrein geschnitzte vielfigurige Kalvarienbergszene und seitlich je sechs Apostelfiguren in zwei Reihen übereinander, in den Flügeln mit Heiligenfiguren fortgesetzt. In der 1. Wandlung urspr. acht gemalte Passionsszenen, zwei Szenen verloren, andere teilweise mit retuschierten Fehlstellen, bei geschlossenen Außenflügeln von urspr. vier Heiligen Lorenz und Katharina erhalten. Die bemalte Predella mit Halbfiguren der Kirchenväter und des Schmerzensmannes. –
Kanzel aus Sandstein, 1601 bez., reich gegliedert und mit Beschlagwerk ornamentiert; am Korb korinthische Ecksäulen sowie Reliefs des Salvators und der Evangelisten. –
Patronatsgestühl mit architektonischer Gliederung und Beschlagwerkschnitzerei, um 1610. –
Epitaph für Sophia v. Stralendorf,
Sandstein 1623, Säulenaufbau mit Knorpelwerk und figürlichem Ornament, Inschrifttafeln und Ahnenprobe, im Mittelfeld Relief des Jüngsten Gerichts. –
Epitaphgemälde v. Moltke, Kreuzigung, seitlich Ahnenproben, gestiftet 1660. – Zwei
Pastorenporträts, E. 17. Jh. – Drei
Wappengrabsteine v. Moltk e, 2. H. 16. /A. 17. Jh.
Kirchhofsportal. Aufwendiges Backsteintor, um 1500. Korbbogige Pforte und spitzbogige Durchfahrt mit Zinnenbekrönung, an den Pfosten kleeblattbogige Nischen.

