SAMTENS / Ev. Kirche / Godeke v. d. Osten
Ev. Kirche. Backsteinsaal von drei Jochen, 1432 (d), der leicht eingerückte zweijochige Rechteckchor mit Nordsakristei und Strebepfeilern, um 1400. Blendengegliederte Giebel, am Schiff nordwestl. Treppentürmchen. Westl. Dachturm in Fachwerk mit Zeltdach 1703. Segmentbogenfenster z. T. A. 19. Jh. verbreitert. Im Inneren Kreuzrippengewölbe an den zu Spitzbogennischen verbundenen Wandpfeilern, in der Sakristei auf Konsolen.
Wandmalerei M. 15. Jh., Christophorus mit Stifter. Umfangreiche dekorative Ausmalung 1. V. 17. Jh., mit Band- und Beschlagwerk, von Engeln gehaltenen Draperien und Baldachinen hinter Kanzel und Epitaphen; die Blattleisten neben den Rippen wohl älter und bei Restaurierung 1935 / 37 durch G. Hoffmann erneuert. –
Triumphkreuz, jetzt Altarkreuz, Holz, Corpus E. 15. Jh., mit graugrünem Anstrich von 1926; urspr. mit Naturhaarperücke, Kreuz barock
erneuert. – Zwei
Holzfiguren, Fides und Spes vom ehem. Altaraufsatz, um 1770 von J. Freese, Stralsund. –
Taufengel, Holz, wohl nach 1734 und von M. Becker, Stralsund, auf einem Podest aus vier Akanthusvoluten, das Lesepult auf Kopf und Flügel gelegt, 2001 rest. – Fünf
Epitaphe:
v. d. Osten, Holz, 1602 dat., architektonisch gerahmtes Tafelbild mit Kreuzigung und Stifterfamilie, im Auszug zwischen Hermenpilastern gemaltes Wappen.
Henningk v. d. Osten und seine Gemahlin Anna geb. Levetzow, Sandstein und Holz, wohl nach 1612, mit Relieffiguren der Verstorbenen in Rundbogenrahmung mit Beschlagwerkwangen.
Godeke v. d. Osten und
Barbara v. Blankenburg, Sandstein, 1621 dat., vor dem Relief des Gekreuzigten in architektonischer Rahmung mit Knorpelwerkwangen die Verstorbenen kniend. Stark
beschädigtes Wap penepitaph eines v. d. Osten († 1679 ), Holz.
Figur eines knienden Engels auf Maskenkonsole, Sandstein, 1635 wohl von H. Lucht, Stralsund, mit Wappenkartusche v. d. Osten, zur Aufstellung eines Harnischs bestimmt. – Drei
Grabsteine, Kalkstein.
Heinrich Wener ( † 1412 ) und
Gotke v. d. Osten ( † 1534 ), die urspr. Minuskelumschrift z. T. erhalten, nach 1534 Wappenrelief und Inschrift ergänzt. Dementsprechend für
Barbara ( † 1564 ) und
Margarethe ( † 1574 ) v. d. Osten.
Paul Wiese ( † 1572 ), mit eingeritztem Kelch und Inschrift.
