SCHÖNBERG / Schloss Schönberg / Herrenhaus / Stuck
Ehem. Schloss
Schönberg, heute
Schulungszentrum (
Neuer Schlossweg 15 ).
Ehem. Schloss der Schenken von Erbach, seit
1717 der Grafen zu Erbach-Schönberg.
Auf einem kleinen Bergsporn über dem Ort errichtet. – Die
1303 erstmals genannte
Burg 1504 im Verlauf der
bayerischen Fehde schwer beschädigt. Wiederaufbau als Grafenschloss
nach 1532, später
mehrfach verändert und ausgebaut. 1956 Verkauf an die Ruhrknappschaft
Bochum und Nutzung als Erholungsheim, 1992–95 aufwendiger Umbau zum
Schulungszentrum.
Zentral das langgestreckte Herrenhaus mit schlankem Rundturm in der
Mitte, wohl in drei Phasen im 16. und frühen 17. Jh. unter
Verwendung mittelalterlicher Teile erbaut und mit tonnengewölbtem
Keller. Im 18. und 19. Jh. verändert. Im Erdgeschoss
Weißer Saal und ein weiterer Raum mit
Stuck von E.
Hoffmann, 18. Jh.
Nördl. vorgelagert der sog. Alte Bau mit großer Tordurchfahrt.
Der östl. Teil bereits um 1540 entstanden, 1613–24
erweitert; hofseitig zwei Renaissanceportale. Das Innere mehrfach umgebaut,
bemerkenswert das sog. Louisenzimmer mit einer pompejanischen
Tapete um
1780 und einer Einrichtung der Empirezeit.
Westl. schließt sich der Küchenbau mit einem nach
Norden vorgelagerten Wehrturm, dem sog. Silberturm, an. Nach
Süden erstrecken sich weitere Wirtschaftsgebäude sowie der
Marstall. Den südl. Abschluss bildet das barocke Kaplaneigebäude von 1728/29, das im
Kern in das Jahr 1545 zurückreicht. Zur heutigen Aussichtsterrasse
vermittelt ein niedriger Pavillon von H.
Metzendorf, A. 20. Jh.

