STEDERDORF / Ev. St. Petrus-Kirche / Grabsteine
Ev. St. Petrus-Kirche. Rechtecksaal aus Bruchsteinmauerwerk mit querrechteckigem Westturm. Von einer turmlosen Saalkirche E. 12./ A.
13.Jh. die Südmauer mit vermauertem Rundbogenfenster und ehem. Zugang erhalten. Westturm und fluchtende nördl. Langhausmauer 14. Jh., hier Ansätze von Ziermauerungen in Gestalt
von Fischgratverbänden. Südl. Sakristei von 1698; zur gleichen Zeit die Segmentbogenfenster eingebrochen und der Westturm durch verjüngten Fachwerkaufsatz erhöht.
Das
Innere wesentlich durch den
Umbau von etwa 1700 geprägt, um 1980 instandgesetzt. In den Ecken der Turmhalle Konsolen für eine wohl nicht
ausgeführte Rippenwölbung; der Durchgang zum Langhaus 1978/80 in die Mitte verlegt anstelle einer nach N verschobenen ehem. Spitzbogentür. - Im Schiff hölzerne Flachtonne 17.
Jh.; L-förmige Barockempore (weitgehend erneuert). Das zweistöckige
Altarretabel, E. 17. Jh., wiederholt vereinfacht die Struktur des Edemisse- ner Altares; die
Haupttafel mit der Ölbergszene umspielt von fleischigen Rankenschnitzereien, eingefaßt von je 3 gedrehten Säulchen und einem sich verkröpfenden Gebälk; darüber in gleicher
architektonischer Rahmung ein Kruzifix (19. Jh.), in der Predella kleine Abendmahlsszene (die Bekrönung 1978/79 nachempfunden).- Barocker Taufengel wohl 4. V. 17. Jh. - Kanzel
mit Blüten- und Rankendekor A. 18.Jh. (vgl. Oelerse). - Gestufter
Orgelprospekt mit flachem Rankendekor, 1865 von E. Meyer, Hannover. — Im
Turm etliche
Grabsteine, darunter 2 für Kinder, um 1760.

