TÜBINGEN / Ehem. Bebenhäuser Pfleghof / Türeinfassung
Ehem. Bebenhäuser Pfleghof (
Pfleghofstr. 2
). Errichtet 1492–1501 als Fruchtkasten, Kelter und Verwaltungssitz des
Klosters Bebenhausen. 1881 Südflügel teilerneuert.
Restaurierungen und Umbauten 1979–89.
Zweigeschossige, unregelmäßige Dreiflügelanlage. Im massiven Hauptbau an der Pfleghofstraße
urspr. durchgehende zweischiffige, von mächtigem Balkenwerk gestützte Halle, die sich in vier
Spitzbogenarkaden zum Hof öffnete (1880 geschlossen). Darüber
Fachwerkgeschoß (verputzt) und hohes Speicherdach mit dreigeschossigem Kranerker und
Schleppgauben. Straßenfassade durch spitzbogige Toreinfahrt, Kielbogentür mit wimperggerahmtem
leerem Bildfeld und große Fensterrahmungen gegliedert. Südwestecke mit eingebauter Kapelle
(1501)
als Schauseite zum Holzmarkt ausgebildet. Madonna unter Fialenbaldachin an der Ecke,
Kapellenportal mit Flachschnitzerei und stabwerkgerahmter
Türeinfassung mit
Inschrift „soli deo 1492“; darüber geschwungener Wimpergbaldachin. An drei
Fischblasenmaßwerkfenstern die Lage der Kapelle ablesbar.
