ASCHERSLEBEN / Stadtbefestigung

Stadtbefestigung. Bereits 1322 gab es Mauern und Türme, die im 15. Jh. erneuert und A. 16. Jh. nochmals verstärkt wurden. Der Verlauf um den fast kreisförmigen Stadtkern zu großen Teilen gut erhalten. Eindrucksvoll die Vielzahl dicht gereihter, hoch aufragender Türme, noch 15 erhalten. Meistenteils auf quadratischem Grundriß, der Abschluß teilweise durch einen vorkragenden Rund- oder Flachbogenfries und gemauerten Helm. Von den ehem. fünf Stadttoren Hohes Tor, Steintor, Wassertor, Liebenwahnsches Tor und Johannistor nur letzteres im Norden der Innenstadt erhalten. Auch die drei kleinen Tore Dammtor, Schuhstiegtor und Sautor im 19. Jh. abgebrochen.
Der Johannistorturm mit Toranlage 1380 erbaut, 1571 verstärkt. Der hohe quadratische Turm mit spitzbogiger Durchfahrt, zur Stadt ein dreiteiliges Maßwerkfenster, an der Nordseite die Nuten für das Fallgitter, der achteckige Turmhelm mit vier Ecktürmchen geschmückt. Zwei Rats- und ein Stadtwappen. 1442 im Norden der viergeschossige Rabenturm, bekrönt von einem Steinhelm, der Turm in der Johannispromenade und der „Schmale Heinrich“ gebaut, letzterer über rechteckigem Grundriß, mit schmalen Schießscharten und schiefergedecktem achteckigem Pyramidenhelm mit vier zierlichen Ecktürmchen, dem Johannistorturm sehr ähnlich. Ebenfalls 1442 im Osten der Turm in der Augustapromenade westl. der Herrenbreite, viergeschossig mit achteckigem Steinhelm, und der ebensogestaltete Liebenwahnsche Turm errichtet. Im Südosten das Rondell, zum Aufstellen der Geschütze, 16. Jh., 1846 mit Fackwerkaufsatz und steilem Ziegeldach aufgestockt. Im Süden der Turm hinter den Badstuben, dem sich ein langes Mauerstück mit dem Stumpfen Turm von 1440 und dem kleinen Schalenturm an der Malzmühle anschließt. Im Westen dienten die „Große Schale“ von 1461, der Zwinger und der Turm in der Luisenpromenade zur Verteidigung der Stadt. Besonders malerisch wirken und gut erhalten sind die Mauerabschnitte an der Augustapromenade, an der Wassertormühle, sog. Elisabethzwinger, und hinter dem Amtsgericht noch mit dem urspr. Graben. Die Promenade um die Innenstadt entstand auf dem einstigen Stadtgraben, der seit 1730 trockengelegt und M. 19. Jh. aufgefüllt wurde.
Außerhalb der Stadt ehem. ein Kranz von elf Warten, davon nur noch im Südwesten ein Rundturm, die Westdorfer Warte, erhalten.

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