BAD HOMBURG vor der Höhe / Kath. Pfarrkirche St. Marien
Kath. Pfarrkirche
St. Marien (
Dorotheenstr. 17 ).
1892–95 von L.
Becker. Nach Südwesten gerichteter neugotischer Bau
mit seitlich gestelltem Fassadenturm, schmalen niedrigen Seitenkapellen,
Querschiff und polygonalem Chor mit umgangartig vortretender Unterkirche.
Große Maßwerkfensterrosetten. Am schmuckreichen Hauptportal
Figuren von Joachim und Anna, im Tympanon Mose am brennenden Dornbusch.
Über dem Turmeingang steinerne Marienskulptur. – Das Innere
erscheint wegen der geringen Höhe der Seitenkapellen als nahezu
stützenfreier gewölbter Raum. – Drei
Altartische mit reliefierten Fronten und
reich geschnitzten neugotischen Retabeln, z. T. aus der Werkstatt von
J. und J. Busch: 1.
Hochaltar, 1910,
im Schrein Herz-Jesu-Figur. 2.
Antoniusaltar,
1906. 3.
Josephsaltar,
1905. – Großes hölzernes
Triumphkreuz, der Korpus
fränkisch, um 1500. – In der
Taufkapelle
Kreuzigungsgruppe;
das Kruzifix, Holz, gute Arbeit des 15. Jh.,
die urspr. nicht zugehörenden Assistenzfiguren wohl
A. 16. Jh., aber stark
überarbeitet. – In der östl. Seitenkapelle farbig
getönter Steinabguss der sog.
Homburger Pietà. (Das Original,
ein großes Vesperbild aus Holz ohne Fassung, rheinisch, 3. V.
14. Jh., heute im Diözesanmuseum Limburg, Hessen I,
dort auch kleiner gemalter Klappaltar mit Anbetung der Könige,
niederländisch, 1. H. 16. Jh.). –
Orgel
1906–09 von J.
Klais. – Sechsstimmiges
Geläut,
1894 von Petit &
Gebr. Edelbrock (eine Glocke nach Kriegsschaden 1949
erneuert).

