BALDENAU / Burg Baldenau
Burg Baldenau. Einsam im Dhrontal gelegen, ursprünglich Wasserburg. Von Erzbischof Balduin von Trier wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Schmidtburger Fehde kurz nach 1324 erbaut und nach ihm benannt (vgl. Baldeneck und Balduinstein). 1332 kaiserliche Bestätigung. Grenzburg gegen die Wild- und Rheingrafen, Sitz eines kurtrierischen Amtmanns. Die Absicht Balduins, bei der Burg eine Stadt zu gründen (1347 Verleihung der Stadtrechte) nicht verwirklicht. 1689 durch die Franzosen zerstört, seitdem Ruine. Der Grundriß folgt dem Felsplateau, auf dem die Burg sich erhebt, und bildet ein nach Westen spitz zulaufendes Rechteck. In der Spitze der runde Bergfried mit zwei hoch gelegenen, schräg übereinander angeordneten Einstiegöffnungen. An der gegenüberliegenden Angriffseite hinter dem Halsgraben die bis auf zwei Eckpfeiler eingestürzte Schildmauer. In ihrem Schutz lag der Palas; erhalten nur der Rest eines runden Treppenturms. Die übrigen, in Inventaren des 16. Jh.
genannten Gebäude lehnten sich wahrscheinlich an die Innenseite der Ringmauer an (Randhausburg).
