BARBY / Ehem. Schloß
Ehem. Schloß. Die 961 erstmals genannte Grenzburg, seit E.
12. Jh. in der Hand der Herren von Arnstein-Barby. Nach
ihrem Aussterben 1659 an den Administrator von Magdeburg gelangt und 1680 an
Herzog Heinrich von Sachsen-Weißenfels vererbt. Bis
1746 Residenz der Herzöge von Sachsen-Weißenfels. 1748–1808 Theologisches Seminar der
Herrnhuter Brüderunität (>> Gnadau). Ab 1855 Verkauf an das Königliche
Provinzial-Schulkollegium. Heute Grundbucharchiv des Landes Sachsen-Anhalt.
– Von der mittelalterlichen Anlage nichts erhalten. 1687–1715 repräsentativer dreiflügliger Neubau über H-förmigem
Grundriß nach Plänen Johann Arnold
Nehrings, mit Stuckarbeiten von Giovanni Simonetti, und Minetti, mehrfach durch Brände reduziert (1737 Verlust des Südflügels, 1917), im
Innern durch mehrfache Umnutzung erheblich verändert. In der heutigen
Erscheinung eine noch stattliche langgestreckte zweigeschossige Anlage mit
hohem, ausgebautem Mansardwalmdach und beherrschendem
dreieinhalbgeschossigem Mittelbau mit Pilastergliederung und Balkon auf vier
Säulen.

