DRESDEN-DRESDEN-ALTSTADT / Marstall
Marstall, heute
Theaterwerkstätten des Staatstheaters (
Am Zwingerteich 2
). Ehem. vierflügelige Stallanlage, begrenzt von der
Ostra-Allee, der Straße Am Zwingerteich und der Devrientstraße.
1745–48 für die Unterbringung der Pferde aus dem zur
Galerie umgebauten alten Stallgebäude ( >> Stallhof/Johanneum)
errichtet. 1794/95 fügte Christian Traugott Weinlig als
Nordostflügel die Reithalle an. Die Seitenflügel und die Fassade zum
Zwingerteich durch Joseph Thürmer1832 umgestaltet. 1945 ausgebrannt, 1952 die Reithalle, der
südöstliche Seitenflügel und die südwestliche Ausspanne
wiederaufgebaut.
Die eingeschossige Reithalle mit Walmdach von Christian Traugott
Weinlig als eines der wenigen Beispiele des Klassizismus
in Dresden erhalten. Der am Palladianismus orientierte Bau zeigt eine
neunachsige, 80 m lange Hoffassade mit dreiachsigem Mittelrisalit,
dieser mit breit gelagertem Dreieckgiebel. Im Giebelfeld Darstellung
eines antiken Zweigespanns von Franz
Pettrich, darunter das Portal, bez.
Friedrich August III.
1795,
mit geradem Sturz über Löwenkopfkonsolen und Wappen des Kurfürsten. Über
den Fenstern mit Sandsteingewänden und geradem Sturz eingelassene
Felder, für die Reliefs vorgesehen waren. Der südöstliche Seitenflügel
in zurückhaltend barocken Formen wiederaufgebaut; die Ausspanne ein
langgestreckter, eingeschossiger Bau mit kleinen Thermenfenstern.

