ETTING / Kath. Pfarrkirche St. Michael
Kath. Pfarrkirche St. Michael. Vom romanischen Bau
des 12. Jh.s Turmunterteil mit Chor erhalten. 1673–80 durch den Ingolstädter Stadtmaurermeister Albrecht Khriner Umbau, Verlängerung nach Westen und Seitenkapellen,
1696/97 Erhöhung des Langhauses; 1712 Anbau einer Seelenkapelle im Westen, die 1961–63 durch Josef
Elfinger aufgestockt wird, Purifizierung und Rebarockisierung unter Beseitigung
einer neuromanischen Ausstattung, der Turmaufsatz 1715 durch Sixt
Liebpert. Renovierung außen 1978, 1994/95 Anbau einer
Taufkapelle im Westen durch Florian Brand und Renovierung
innen nach Befund von 1698. 2005/06 statische Sicherungsmaßnahmen. – Chorturmkirche, der obere
Turmteil mit abgefasten Ecken und gestufter Haube, nördlich und südlich Kapellen. – Auf einer
Anhöhe inmitten des Dorfes innerhalb des umfriedeten aufgelassenen Kirchhofs gelegen. – Im
Chor verschliffenes Kreuzgratgewölbe mit
Fresko, Geheimnis der Dreifaltigkeit
(1966), im Langhaus flache Stichkappentonne mit
Fresken,
Verherrlichung der drei elenden Heiligen, Ausgießung des Hl. Geistes und musizierende Engel,
vielleicht um 1727, dem Ingolstädter Melchior
Puchner zugeschrieben.
Hauptaltar
1745, aus Berngau, Kr. Neumarkt i. d. Oberpfalz, mit
Halbfiguren
Maria und Johannes, 1679 von Bartholomäus
Sedlmayr. – Am Chorbogen
Figuren,
Erzengel Michael
und zwei
kleinere Engel, 1667 und 1677, vom ehem. Hochaltar,
Ingolstädter Arbeiten von Georg Maurer oder Sedlmayr. – An der Langhausnordseite
Kruzifixus,
um 1679;
Reliquienschrein der drei Heiligen, Ebenholz, verm. von
1723;
Ölgemälde: die drei elenden Heiligen und gegenüber an der
Südwand die Flucht nach Ägypten, beide ehem. Altarblätter 2. Viertel 17. Jh.
Schnitzfiguren der hll. Sebastian, um 1677 vom ehem. Hochaltar,
und
Leonhard, wohl Anfang 18. Jh., Vier
Evangelisten von ehem. Kanzel, 1674,
Muttergottes,
um 1681. – An der Westwand kleines
Altarblatt, wohl aus der
Osterbrunnenkapelle, mit Darstellung der Geburt Christi, um 1679. – In der
südlichen Seitenkapelle qualitätvolles
Steinrelief der Trinität mit Engeln,
wohl Rest eines Epitaphs, 2. Hälfte 16. Jh. – Zahlreiche
Votivtafeln des 17. Jh.s. –
Glocken von
1492, bez. „Ulrich von Cölen“, sowie
1483 (bez.).

