EURASBURG / Schloß
Schloß.
Die ehem. Burg der Iringe wird 1121 erstmals
urkundlich erwähnt (Iringesburg, das Geschlecht der Iringe schon 833 bekannt). Nach dem
Erlöschen der Iringer kommt sie 1322 durch Heirat an die
Thorer, die wie ihre Vorgänger in der Geschichte der Gegend eine
bedeutende Rolle spielten. 1609 an Herzog Wilhelm V. verkauft und nach
weiterem Wechsel 1626 von Herzog Albrecht VI., genannt der
Leuchtenberger, Bruder des Kurfürsten Maximilian, erworben, der die verfallene Burg
abbrechen und 1626–30 weiter östlich das jetzige Schloß, angeblich nach Plänen von Peter Candid , errichten ließ. Nach 1698 häufig wechselnde Besitzer.
1866 neugotische Umgestaltung; 1908 Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands. Nach Brand
1976 Wiederaufbau und Aufteilung in Einzelwohnungen
(1988–94).
Spätrenaissancebau ansehnlichen Ausmaßes, hoch über dem Westufer der Loisach
gelegen. Die dreigeschossige talseitige Fassade wird durch einen in der Mitte vortretenden
breiten Turm betont und von zwei schlankeren achteckigen Türmen eingefaßt. Die nur zwei
Geschosse hohe bergseitige Fassade wird von zwei kurzen vortretenden Flügeln mit
Volutengiebeln gerahmt. Die Pfeilerarkaden im Erdgeschoß des Hauptbaus sind wohl Ergebnis
einer späteren Umgestaltung.

