HEPPENHEIM (Bergstraße) / Kath. Pfarrkirche St. Peter

Kath. Pfarrkirche St. Peter ( Kirchengasse 5 ). Seit dem Gründungsbau des 8. Jh. in derselben dominierenden Position. Von den früheren Bauzuständen wenig überliefert. Aufwendiger basilikaler Neubau mit Doppelturmfassade, Querschiff und großer Vierungskuppel im sog. Übergangsstil, 1900–04 von Dombaumeister L. Becker. Der Nordwestturm z. T. alt; die Untergeschosse romanisch, die Obergeschosse z. T. M. 13. Jh. – Bildhauerarbeiten am Außenbau von L. Gievers, nach Modellen von Iwen. Christusrelief über dem Hauptportal und Apostelfiguren von P. A. Müller, 1930. – Im Innern Farbverglasungen der Fenster 1904 von A. F. Martin und B. Kraus. Die sonstige neugotische Ausstattung um 1904 von G. Busch und Söhne. Hochaltarretabel 1919 von A. Mormann. Von ihm auch der Kreuzweg im südl. Querschiffsarm. Der Muttergottesaltar im nördl. Seitenchor aus der Sammlung des Frankfurter Pfarrers Münzenberger, Schrein und Statuen E. 15. Jh., Aufsatz, Baldachin und Flügel neu von J. Schnitzer. Sog. Heppenheimer Madonna, bedeutende Kalksteinfigur um 1270–80, im nördl. Querschiff. An der Südwand spätgotisches Abendmahlsrelief aus Kalkstein, wohl aus der Burgkapelle der Starkenburg. – Beachtenswert zwei Epitaphe in der Taufkapelle: für Johannes Edel († 1717) und Johann Philipp Freiherr von und zu der Hees († 1727). Bedeutend seitlich des südwestl. Ausgangs das Epitaph des Posthalters Johann Adam Zwenger († 1736), wohl von P. Egell. – Im Turmuntergeschoss Inschrifttafel mit Beschreibung der Grenzen der Heppenheimer Mark von 805, Sandsteinwiederholung des 12. Jh. – Vor der Kirche Kreuzigungsgruppe aus Sandstein, geschaffen 1705 von dem Aschaffenburger Bildhauer A. Wermerskirch.

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