HOFHEIM am Taunus / Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul
Kath. Pfarrkirche St.
Peter und Paul (
Hauptstraße ). Von dem
urspr. gotischen Saalbau Turm und Chor erhalten, das
1753/54 barock
veränderte Schiff 1923–27 durch großen
quergelagerten dreischiffigen Neubau mit Nordchor nach Plänen des
Mainzer Dombaumeisters L. Becker
ersetzt. Der urspr. einjochige Ostchor mit 5/8-Schluss und Dachreiter sowie der
Westturm um 1480/85. Letzterer mit kreuzrippengewölbtem Durchgang, im
obersten Geschoss Maßwerkfenster, darüber vier Giebel mit
gekuppelten Spitzbogenfenstern; Haubenhelm 1923. Über dem
wiederverwendeten südl. Hauptportal mit
Spätrenaissancegewände
Skapuliermadonna in Ädikula
(stilistisch um 1700, laut Chronogramm jedoch 1748),
flankiert von
Petrus und
Paulus, wohl
1753 aus der Werkstatt von S. und J. K. Hiernle.
Im
Ostchor Sterngewölbe teils auf Diensten, teils auf Wappen- und
Kopfkonsolen: Philipp von Eppstein
(† 1481) und seine zweite Frau Loys von der
Mark († 1507). Aus der Bauzeit
Sakramentsnische mit urspr. Tür
und
Piscina. Neugotische
Farbglasfenster von
1890.
Kreuzigungsgruppe, Holz, der Korpus Christi
frühes 16. Jh., die Assistenzfiguren
E. 19. Jh.
Beweinungsgruppe,
A. 16. Jh. –
Kreuzrippengewölbte Sakristei (sog. Chörlein), östl.
Maßwerkfenster und Fachwerkgiebel wohl
A. 16. Jh.
Das Mittelschiff mit Flachtonne,
die Seitenschiffe mit Quertonnen.
Hochaltar 1770 von
dem Schreiner P. Schuß
mit Figuren, Petrus und Paulus, von J. G.
Biterich (das Hauptrelief Hinzufügung 1928, das urspr.
Altargemälde der 14 Nothelfer deponiert). Modernes
Taufbecken auf vier wohl romanischen
Löwen. – Zwei
Beichtstühle
1756–59. Wangen vom ehem. Gestühl
in der >> Bergkapelle. – Barocke
Doppelmuttergottes, eine Seite als
Immaculata, diese wohl 1709 und M. Biterich zugeschrieben. Eine weitere
Marien- und vier
Heiligenskulpturen von J. G. Biterich, nach
1753, Nikolaus, Katharina, Judas Thaddäus und Johannes
Nepomuk. – Eiserner barocker
Opferstock mit Holzdeckel. –
Gemälde Beweinung
1897 von O. W.
Roederstein.

