HUYSBURG / Klostergebäude

Klostergebäude. Zweigeschossiger Klausurnordflügel östl. in der Achse der Kirche gelegen, überwiegend barocker Neubau nach Abbruch der Ostteile der älteren Kapelle, der spätgotische Kreuzgangflügel im Erdgeschoß erhalten. Im 19. Jh. als Schulhaus stark verändert. Zweigeschossiger Anbau nach Westen südl. neben dem Sanktuarium, 1970er Jahre. 1996 Erweiterung des Gebäudes nach Osten.
Vom Klausursüdflügel ein zweischiffiger, sechsjochiger Bau des 12. Jh. erhalten, in mindestens zwei Abschnitten errichtet (möglicherweise Refektorium). Auf der Südseite außen Lisenengliederung. Die urspr. Biforiumfenster im Barock vergrößert, Tür von 1727. An der Nordwand Verlauf des südl. Kreuzgangs und ehem. Gliederung des Klausurwestflügels in zweigeschossiges Klausurgebäude und zweischiffigen westl. Kreuzgang ablesbar; u. a. Würfelkapitelle, Basen und Viertelnischen des mittleren 12. Jh. erhalten. Backsteingiebel inschriftlich 1487. Im Innern Erdgeschoß mit Kreuzgratgewölben auf kämpferlosen Pfeilern. Repräsentativer Saal im Obergeschoß, kreuzgratgewölbt auf schlanken Säulen. Deren Kapitelle z. T. mit hervorragender Ornamentik: drei würfelförmig mit flachen Schilden und Ecknasen, ein ionisierendes, ein korinthisierendes, 3. V. 12. Jh.
Der Westflügel 1810, alle übrigen Gebäude der Klausur einschließlich Kreuzgang unter Knesebeck nach 1823 abgebrochen. Teile der Bauplastik nach Röderhof verbracht. Mehrere hochromanische Kapitelle in den Staatlichen Museen zu Berlin.

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