LAMMERSHAGEN / Gut / Scheune
Gut.
1416 im Besitz des
Schack v. Rantzau erwähnt. Herrenhaus im Kern wohl
frühes 17. Jh., 1748 für Heinrich
Christoph Graf v. Baudissin in der heutigen Form modernisiert.
Schlichter, siebenachsiger Breitbau aus Ziegeln, ein Geschoss auf
durchfenstertem Kellersockel, der im rückseitig zum Lammersteich
abfallenden Gelände als hoher Unterbau aus Granitquadern hervortritt.
Altertümlich steiles Walmdach. Die dreiachsige Frontmitte um ein
Geschoss erhöht und dreieckig übergiebelt. Neuerer Dachausbau
an der linken Schmalseite. Stichbogiges Sandsteinportal der späten
Régence über hoher Freitreppe, daneben zwei barocke
Sandsteinlöwen. Im Hauptgiebel Bauinschrift. Zweischiffiger,
kreuzgewölbter Keller des frühen 17. Jh. –
In der Diele Eichenholzpaneel mit ergänzter
Spätrenaissance-Schnitzerei.
Torhaus 1743, R. M. Dallin zugeschrieben.
Zweigeschossiger Backsteinbreitbau mit Eckrustizierung und kleinem Schweifgiebel
über der rundbogigen Durchfahrt (frei erneuert) in der Mitte. Hohes
Krüppelwalmdach, von zierlicher Dachreiterlaterne bekrönt.
Kuhhaus und Scheune, einander gegenüber, Scheune
in Fachwerk mit Füllziegelmustern und Reetdach. Kuhhaus bis auf Reste am Hofgiebel im
Äußeren neu. Datierungen 1748 und 1749 beziehen sich
vielleicht auf Umbauten.

