MICHELSNEUKIRCHEN / Kath. Pfarrkirche St. Michael
Kath. Pfarrkirche St. Michael.
1326 und 1350 „Nevnchirchen“ bzw. „Neukirchen Michel“ bezeichnet. –
1707 errichtet, Weihe 1711.
Innenrestaurierung seit 1986. – Durch Lisenen gegliederter Putzbau. Westturm
mit Achteckaufsatz und eingeschnürter Zwiebelhaube. – Der nicht abgesetzte,
dreiseitig geschlossene Chor vom Langhaus durch einspringenden Chorbogen
getrennt. Stichkappentonnen mit Rahmenstuck, Wandgliederung durch Pilaster
mit Gebälkstücken. Im Langhaus zwei
nazarenische
Deckenfresken. 1758 vergrößerte,
doppelte
Westempore über balusterförmigen Holzstützen, die obere in
geschweifter Vierpassform; an den Brüstungen
Fresken,
1758/60 wohl von dem Rodinger Fassmaler Franz Peter Durwan, 1894 und 1938 übergangen:
unten Salvator Mundi und die zwölf Apostel; oben hl. Cäcilie.
Reiche Ausstattung des 18. Jh. –
Hochaltar
um 1720/30. Imposanter Aufbau mit vier gewundenen Säulen,
Altarblatt hl. Michael und Seitenfiguren der Erzengel Gabriel und Raphael;
Rokokotabernakel. – Im Chor zwei
Nebenaltäre von 1766 und 1767; links bewegte
Figurengruppe mit Kruzifixus, Schmerzhafter Muttergottes, Johannes und Maria
Magdalena, rechts von Engeln flankierter Kerkerheiland, über dem Gottvater
schwebt. –
Seitenaltäre, wohl 2. V. 18. Jh.,
konkave Säulenretabel, links Altarblatt: Rosenkranzkönigin mit hl. Dominikus
und hl. Katharina von Siena, Seitenfiguren der hll. Joachim und Anna; rechts
Altarblatt: hl. Antonius von Padua, flankiert von Figuren der hll. Johannes
von Nepomuk und Antonius von Padua. –
Kanzel
um 1720, mit Laub- und Bandelwerk reich dekoriert,
Dreifaltigkeitssymbol als Bekrönung. –
Beichtstühle in den
Chorschrägwänden, 1. H. 18. Jh., die Aufsätze mit Beichtszene
(links) bzw. Bergpredigt (rechts) in Öl gemalt. –
14
Kreuzwegbilder des 18. Jh., übergangen. –
Lebensgroßer
Kruzifixus des 17. Jh. – Zahlreiche
Heiligenfiguren des 18. Jh., u. a. die
Apostelfürsten am Chorbogen (1. V. 18. Jh.),
im Chor die volkstümliche Maria
Immaculata und büßende Maria
Magdalena, Rokoko.

