NIERSTEIN / Ev. Pfarrkirche
Ev. Pfarrkirche, ehem. St. Martin. Stattlicher
Chorturm des 12. Jh., an den ursprünglich eine Apsis, dann ein spätgotischer Chor anschloß (1689 zerstört). Untergeschoß mit erneuertem Gewölbe, jetzt Eingangshalle. Das romanische Glockengeschoß mit je zwei gekuppelten Klangarkaden, das jetzige Glockengeschoß mit Giebeln 1563, der Helm 1895. Einschiffiges Langhaus 1782–87, wohl über den Fundamenten einer dreischiffigen Kirche der ersten Hälfte 13. Jh., 1895 durch Querschiff und Westchor erweitert. – In der Turmhalle drei
Doppelgrabmäler mit Bildnisfiguren: Erlenhaupt von Saulheim, 1539; Moosbach von Lindenfels, 1560; Schlichter von Erpfenstein, 1597. – Taufstein mit Blendmaßwerk, das Osttor romanisch mit Zahnschnittkämpfern, an der Südwestecke gotischer Rundturm.

