OBER-MÖRLEN / Kath. Pfarrkirche St. Remigius

Kath. Pfarrkirche St. Remigius ( Kirchplatz 6 ). Kreuzförmige dreischiffige Halle in Formen des Neubarock, 1929 nach Entwurf des Mainzer Dombaumeister L. Becker; unter Einbeziehung von Teilen des barocken, von A. Bermann entworfenen Vorgängerbaus von 1716–28, wesentlich des schlanken, im Unterbau romanischen Turms mit dreifacher Haubenlaterne von dem Zimmermann J. H. Klein. Außen im Turmerdgeschoss rundbogige Westpforte, im Obergeschoss eine nur vom Schiff zugängliche romanische östl. Eingangstür (ähnlich Großen-Buseck, Hessen I). – Weiträumiger Bau mit schlanken Schiffspfeilern. Im Langhaus ein Teil der Stuckdecke um 1728 erhalten. – Farbglasfenster, 1903/04, hl. Caritas und Christus, im Schiff Christuszyklus um 1910/20. – Neubarocker Hochaltar, 1861, Altarblatt Maria mit dem Kind auf Wolken. – Geschnitzte Nebenaltäre mit Kreuzigungsgruppe, bez. 1729, und Heiliger Familie, um 1750. – Taufstein, um 1730, rötlicher Marmor. – Unter den Skulpturen zu nennen drei großartige spätbarocke Figuren des 18. Jh.: Maria als Himmelskönigin, hl. Wendelin und Gerichtsengel, etwas schwächer der hl. Remigius. – Inschriftgrabstein der Ida Maria von Wetzel geb. Freiin von und zu Heese († wohl 1708) mit 16 Ahnenwappen. Zwei Glocken von G. C. Roth1716 und 1718. – Außen Steinkruzifix von 1752.

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