RODING / Stadtbefestigung
Stadtgestalt und Stadtbefestigung.
Die Ansiedlung entstand ringförmig um den im Bereich der Pfarrkirche
vermuteten, rechteckigen Königshof. Im 13. Jh. wuchs sie, dank der Lage an
wichtigen Handelsstraßen, zum Markt heran, der vom Regenufer im Norden nach
Süden steil ansteigt. Der spätmittelalterliche Bering mit vier
Toren, Halbschalentürmen und vorgelegtem Graben in der 1. Hälfte des 19. Jh. – bis auf ein größeres
Stück an der Südostecke – weitgehend niedergelegt. Große Brände, vor allem
von 1634 und 1755, veränderten das Ortsbild. Den Marktplatz beherrscht das
westlich vor der Pfarrkirche liegende Rathaus, das in zwei Flügel gestuft
das ansteigende Gelände berücksichtigt. Im Süden begrenzen den Platz
gestaffelte, breitgelagerte Giebelbauten mit vorwiegend flachen
Satteldächern. Den nördlichen Abschluss zum Regen hin bildet ein Bau mit
flachem Satteldach, Vorschussmauer und Zinnengiebel, im Kern
16. Jh., südwärts anschließend der Mansarddachbau des
Pfarrhofes (nach 1755).

