SCHLIESTEDT / Schloß
Ehem. Schloß, jetzt Kreisaltersheim. Nach 1752 bis 1760 für Heinrich Schräder v. Schliestedt völliger Umbau einer älteren Anlage zu
einem Landsitz in Rokoko-Formen durch M. Peltier, der bereits 1747 einen Entwurf für die Neugestaltung des Gartens geliefert hatte. — Schlichter
zweigeschossiger, von einem Graben umgebener Rechteckbau aus verputztem Backsteinmauerwerk, das pilastergerahmte Hauptportal im Mittelrisalit über eine Brücke zugänglich. Die
oberen Fensterbekrönungen und der Giebel des Mittelrisalits in spielerischen, die strenge Symmetrie auflösenden Formen stuckiert. -
Innen komplizierte
Treppenführung. Deutliche Steigerung der Raumausstattung von der Vorhalle und dem
Gartensaal im Untergeschoß zum Festsaal im Obergeschoß. Hier 8 Grisaillen in
reichen Stuckornamenten (Kartuschen) von /. G. Winck sowie als Sopraporten Zyklus der 4 Jahreszeiten, die Stückarbeiten G. Buzzi
zugeschrieben. In die Raumdekoration eingebunden die Spiegel in den Wandfeldern und die Konsoltische. Im Gartensaal gußeiserner Ofen dat. 1755, Reliefs mit mythologischen
Szenen.
