SCHMIDTBURG / Burgruine

Burgruine. Im Hahnenbachtal zwischen Schneppenbach und Bundenbach auf einem bewaldeten, nach Norden steil abfallenden Bergrücken gelegen. Eine der ältesten Hunsrückburgen, Stammburg der Nahegaugrafen (Emichonen), die sich seit 1107 auch Grafen von Schmidtburg nennen und deren Nachkommen die Wildgrafen sind. Die Lehensübertragung der Burg durch Wildgraf Heinrich an Erzbischof Balduin von Trier 1324 führt nach dem Tode Heinrichs 1328 zum Krieg („Dhauner Fehde“) zwischen seinem Vetter Friedrich und dem Erzbischof, der sich im Besitz der Burg behaupten kann und sie zum Mittelpunkt eines kurtrierischen Amtes macht. 1689 durch die Franzosen zerstört, seitdem Ruine. – Ober- und Niederburg sind durch einen Halsgraben mit dreibogiger Brücke (ursprünglich wohl Zugbrücke) getrennt. In der Niederburg nur geringe Mauerreste. In der Oberburg steht der ungefähr rechteckige Palas mit Treppenturm vor der westlichen Schmalseite und Fenstern unter großen Rundbogennischen (die Nischen z. T. vermauert) noch bis zwei Geschosse hoch; er ist dem größeren und besser erhaltenen Palas von Burg Baldeneck verwandt und dürfte wie dieser von Erzbischof Balduin bald nach 1328 erbaut worden sein.

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