SCHÖNECKEN / Burg Schönecken
Burg Schönecken. 762 Schenkung König Pippins an die Abtei Prüm. Vögte der Abtei waren die Grafen von Vianden; Heinrich von Vianden nennt sich 1264 Herr von Schönecken und gründet die Seitenlinie Vianden-Schönecken (bis 1370). 1384 an Kurtrier. 1804 auf Abbruch verkauft. 1848 an den preußischen Fiskus. Heute Verwaltung der staatlichen Schlösser Rheinland-Pfalz.
Eindrucksvolle Ruine auf einem Felssporn über dem Ort, dessen Ummauerung an die Burg anschloß. Breiter Halsgraben, über den eine Brücke führte (heute ein Damm). Unregelmäßig rechteckiger, zur Spitze hin sich verjüngender Bering von ca. 120 m Länge und 60 m Breite, im Wesentlichen spätes 13. oder frühes 14. Jh. mit mehreren, halbrund vorspringenden Schalentürmen. Die Mauerzüge innerhalb des Berings fast alle verschüttet; eine Teilung in Vorburg und Hauptburg trotzdem noch erkennbar. An der (dem Ort zugewendeten) Südseite der Hauptburg zwei runde und ein rechteckiger Halbturm, urspr. gleich hoch und in die Fassade eines dreigeschossigen Wohngebäudes eingebunden, das nach Ausweis der Fenstergewände im 16. Jh. entstand; die beiden Rundtürme (von denen nur noch einer die Höhe von 3 Geschossen hat) aber wohl älter; der Rechteckturm, mit Eckquaderung, könnte Zutat des 16. Jh. sein.
