SCHÖNSTEIN / Schloß
Schloß (von Hatzfeldt). Auf steilem Felsen über der Mündung des Eibbaches in die Sieg. Erbaut von den Herren von Aremberg, Burggrafen in Köln (ausgestorben 1281); 1255 zuerst genannt. Seit 1281 Sitz eines kurkölnischen Amtes. 1589 an die von Hatzfeldt-Wildenburg-Werther verlehnt. –
Hauptburg über ungefähr dreieckigem Grundriß; Typ der Randhausburg mit malerischer Gruppe von Gebäuden um einen Binnenhof. Außenbering, Fundamente und Keller noch mittelalterlich, aufgehendes Mauerwerk und Gesamterscheinung 16. bis 18. Jh. mit Restaurierungen im 19. und 20. Jh., Torbau mit Durchfahrt und zwei neuzeitlichen Hofgalerien unter Verwendung älterer Hölzer, diese bezeichnet 1598 und 1623. Nordflügel aus Schieferbruchstein, Hausteinteile aus Basalt, 15. bis 16. Jh., mit zwei Treppentürmen, Steingiebel und spätgotischem Dachstuhl. Süd- und Westflügel hofseits aus Backstein mit Sandsteingewänden, wohl westfälischer oder niederrheinischer Einfluß, 17. bis 18.
Jh.; im Südflügel schöne Holztreppe, 18. Jh., und Prunktüre von 1606. –
Kapelle 1622 in einem älteren Wenrturm südöstlich vor und neben dem Torbau eingerichtet, im Altarraum Kreuzgratgewölbe. Zwei Altarflügel mit der hl. Barbara und der hl. Ursula aus der Schule des Lukas Cranacb d. Ä –
Vorburg mit Rentei, Erdgeschoß mittelalterlich, Obergeschoß 18. Jh., und mit Hofkammer, 18. Jh. – Vorgelagert die
„Freiheit“ mit Torhaus in Fachwerk, zum Teil noch 16. Jh., mit einem Wohnbau von 1840 und mit dem großen ehem. Fruchtspeicher, bezeichnet 1718.
