TESCHENDORF / Ev. Dorfkirche

Ev. Dorfkirche. Frühgotischer gestreckter Feldsteinquaderbau, 2. H. 13. Jh., mit nicht ausgebautem Westquerturm; sein verschieferter Aufbau mit hohem oktogonalen Spitzhelm von 1601. Die Öffnungen 1720 rechteckig verändert. Zwei spitzbogige Südportale bis auf Ochsenaugen geschlossen, die urspr. Fenster teilweise noch zu erkennen. In der Ostwand urspr. gestaffelte Dreifenstergruppe. Bemerkenswert die für eine mittelalterliche Dorfkirche aufwendige Gestaltung der Nordseite: zwischen den Fenstern Zwillingsblenden aus Backstein, eine mit figürlichem Feldsteinkapitell (Hockender); eine ähnliche Zwillingsblende auch schräg über dem spitzbogigen Westportal und der zentralen großen Kreisblende. Im Nordosten bauzeitliche tonnengewölbte Sakristei, der Portalvorbau auf der Südseite im Kern wohl spätgotisch.
Innen flache Putzdecke über Voute mit großem Mitteloval (Bemalung erneuert um 1985), die Hufeisenempore im nicht abgesetzten Chor schmaler weitergeführt. – Kanzelaltar um 1720 mit gewundenen Säulen und Akanthuswangen; auf dem schweren Schalldeckel der Auferstandene, flankiert von zwei Engeln. Schnitzfigur, wohl ehem. Kanzelträger, 17. Jh.

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