WAHRENBRÜCK / Ev. Stadtpfarrkirche
Ev.
Stadtpfarrkirche. Großer, verputzter, im Kern
spätromanischer Saalbau mit gestrecktem Chor, Westturm
und unregelmäßigen Anbauten. Die Baugeschichte komplex und in den
Einzelheiten unsicher. Große Teile des Langhauses aus Raseneisenstein,
möglicherweise Rest eines Gründungsbaus des frühen 13. Jh.
Auf der Nordseite ein zugesetztes Rundbogenportal. Der rechteckige
eingezogene Chor nach M. 13. Jh.
angebaut, wohl E. 15. Jh. verlängert
und polygonal geschlossen sowie die schmale tonnengewölbte Sakristei an
seiner Nordseite angefügt. Um
1500 der annähernd quadratische Westturm errichtet. Die
Kirche
nach Brand
1715 wiederhergestellt, die Fenster
stichbogig vergrößert und der Turmabschluss mit verschiefertem
achteckigem Aufsatz, Haube und Laterne erneuert; damals auch über der
Sakristei die Patronatsloge mit Treppenanbau eingerichtet; gleichzeitig wohl
die querhausartige Erweiterung auf der Südseite.
Innen Holzdecke, dreiseitige
Empore,
Brüstung der
Patronatsloge und
Gestühl einheitlich erneuert
nach Brand 1898; 1965/70 teilweise verändert, so die Empore des
flachgedeckten, durch großen Rundbogen zum Schiff geöffneten
Südanbaus ausgebaut. – Hölzerner
Altaraufsatz
E. 17. Jh., 1898 dunkel gefasst. Säulenaufbau mit
Ohrmuschelwangen ( >> Bad Liebenwerda), im Hauptfeld Tafelbild der
Auferstehung, im Aufsatz das der Himmelfahrt, bekrönt von geschnitztem
Kruzifix.
Kanzel
wohl
etwas älter, 1898
und 1965 verändert, Holz, zwischen
Ecksäulchen diamantierte Rundbogennischen, darin gemalt die
Evangelisten. Hölzerne achteckige
Taufe
2. H. 17. Jh., am Becken vier große Puttenköpfe
zwischen Fruchtgehängen ( >> Bad Liebenwerda). An der Ostwand
Doppelgrabstein mit Ahnenprobe
für Magdalena v. Weltewitz
(†1637). – Außen
drei
Grabsteine mit
plastischer Rahmung, 18. Jh.
