WALDERBACH / Ehem. Klostergebäude

Ehem. Klostergebäude. Die ehem. Konventgebäude schließen um einen rechtwinkligen Innenhof an die Südseite der Kirche an, südl. ein Verlängerungsbau nach Westen. – Dreigeschossige Walmdachbauten mit flachen Diamantquadern als Eckverstärkung und Fensterbekrönungen. Am Verlängerungstrakt ein durch anspruchsvollere Gliederung ausgezeichneter Risalit, das – nicht ganz im Mittel stehend – an beiden Längsseiten segmentbogig ausspringt; dahinter der zweigeschossige Festsaal. Im Westflügel und im östlichen Teil des Verlängerungstrakts die ehem. Prälatur; über dem Eingang an der Westfront Erker mit drei schmiedeisernen Fenstergittern, A. 18. Jh., an der Südfront Portal mit Nischenfigur des hl. Bernhard im Sprenggiebel. – In den meist gewölbten Räumen ist der Deckenstuck mit geometrischem Rahmenwerk aus der Erbauungszeit weitgehend erhalten. Im großen zweigeschossigen Festsaal, an den westlich der Gästetrakt angrenzte, lange, urspr. gewölbte Fenster nach beiden Seiten und flaches Spiegelgewölbe mit Stichkappen, Deckengemälde 1768, Otto Gebhard aus Prüfening zugeschrieben.: Hauptbild mit Gastmahl Josephs in Ägypten, zwischen den Stichkappen die vier Jahreszeiten und Wappen der Äbte Gerardus Paumann (1752–68) Nivardus Bixel (1768–75) sowie des Klosters (Wappen der Königin von Ungarn und der Burggrafen von Regensburg Riedenburg-Stefling); an der West- und Ostseite die Jahreszeiten. – Im ersten Obergeschoss des Westtrakts Einstützraum zu zwei kreuzgratgewölbten Jochen; gelbglasierter klassizistischer Kachelofen, dat. 1817. Südöstl. anschließend Raum mit Deckenfresko der hl. Maria Magdalena als Büßerin, bez. „C. D. Asam invenit 1718“. Ebenfalls im Westtrakt zwei Türrahmungen, dat. 1680.
Klosterumfriedungsmauer der 2. Hälfte des 17. Jh. und Gartenmauer mit zwei Portalen (17./18. Jh.) in weiten Strecken erhalten.
Nördl. des Klosterbezirks das ehem. Klosterrichterhaus, später Schulhaus, ein Satteldachbau des 17./18. Jh., im 19. Jh. aufgestockt, mit Gedenktafel für den hier geborenen Franz Xaver Witt, dat. 1913.

Ihre Nachricht zum Objekt

Sie haben Informationen oder Fragen zu diesem Objekt?