WEIDEBRUNN / Neue Hütte.
Neue Hütte. Bereits 1656 Errichtung eines wenig später um einen Blauofen erweiterten Stahlhammers zur Verarbeitung der in der Nähe abgebauten Eisenerze durch den hessischen Amtmann Siegfried Happel, daher der noch heute gebräuchliche Name „Happelshütte“. Die heutige, 1835 erbaute Hüttenanlage gilt als ein bedeutendes Beispiel klassizistischer Industriearchitektur. 1870 Erweiterung der Hochofenanlage, 1924 Stillegung, ab 1965 Restaurierung und weitestgehende Rekonstruktion der Anlage mit anschließender musealer Nutzung. – Kernstück des Industriekomplexes ist das Hochofengebäude, bestehend aus dem originalen gemauerten Holzkohleofen belgischer Bauart, dem auf quadratischem Grundriß um den Hochofen errichteten viergeschossigen Mantelbau mit Walmdach sowie einem eingeschossigen, den Mantelbau allseitig umlaufenden Anbau mitPultdach, der einst die weitere technische Ausstattung und die Hüttenschreiberstube beherbergte. Das klar gegliederte Gebäude in konstruktivem, einst verputztem Fachwerk errichtet, die Ausfachung mit Ziegel- und Schlackensteinen. Der Mantelbau mit ovalen, der Anbau mit rundbogigen Fenstern sowie Fledermausgaupen, der Zugang von Giebeldreieck bekrönt. Im unmittelbaren Umfeld des Hochofengebäudes ein weiterer, früher ins Hauptgebäude integrierter Hochofen von 1870, mehrere Holzkohleschuppen und ein nach 1910 entstandenes Turbinenhaus (heute Café).
Museum Neue Hütte. Holzkohle-Hochofenanlage von 1835. Ausstellung zur Geschichte der Neuen Hütte. Darstellung der geologischen Voraussetzungen für den Bergbau im Schmalkalder Raum und der historischen Entwicklung in der Hüttentechnik.

