WEILAR / Ev. Pfarrkirche St. Andreas

Ev. Pfarrkirche St. Andreas. Chorturmkirche von 1740–43, nach Brand von 1761 wiederhergestellt. Ausstattung bis 1770. Kirchhofmauer mit Schießscharten vom Vorgängerbau von 1616 erhalten. 1991 restauriert. – Putzbau mit Sandsteingliederung, Turm mitEckquaderung und verschiefertem Oktogon. Westportal, Rundgiebel und Allianzwappen Boineburg-Lengsfeld, 1743 bez. – Zweigeschossige Emporen, im Chor nur einfach, holzfarben mit goldenen Frucht- und Blumengehängen bemalt. Untere Westempore als monumentale verglaste Herrschaftsloge der Familie von Boineburg mit einfacher Stuckdecke. Voutendecke im Langhaus und Flachdecke im Chor mit Stuckrahmen. – Der Innenraum von bemerkenswerter Geschlossenheit, axiale Anordnung von Altar, Kanzel und Orgel. Der eindrucksvolle Kanzelaltar mit sechs Säulen, die die gebauchte, mit goldfarbenen Voluten, Rocaillen und Blumengehängen verzierte Kanzel tragen, seitlich Vasen. Durchbrochene Orgelempore, Orgel 1770 von Augustin Österreich mit reich verziertem Prospekt.
Ehem. Schloß derer von Boineburg-Lengsfeld, heute Seniorenheim. Ehem. Wasserburg des 16. Jh., M. 18. Jh. erweitert. 1836 renoviert, später verändert. – Zweigeschossiger, langgestreckter Mansarddachbau, der Mittelrisalit nur noch reduziert vorhanden. Auf der Gartenseite runder Treppenturm mit Wendelstein, Portal 1836 erneuert. – Rechtwinklig dazu im Park langgestrecktes eingeschossiges Orangeriegebäude des 18. Jh., das Pendant abgegangen. Vor dem Schloß im stumpfen Winkel angeordnete Wirtschaftsgebäude.

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