WEISSENHORN / Fuggerstraße: Nr. 2
Wohnbauten. Die mittelalterliche
Baustruktur ist bis heute weitgehend erhalten. Während die Hauptachsen fast
ausschließlich von giebelständigen Häusern eingefaßt werden, treten in den
Seitengassen auch aneinander gereiht wirkende Traufseitbauten auf.
Fuggerstraße: Nr. 2,
ehem. Fuggersches Gartenschlößchen im früheren
Hofgarten. Um 1600 errichtet, 1690
und 1933 verändert; stark modernisiert.
Günzburger Straße: Ehem. Untere Vorstadt; Fortsetzung der Hauptstraße vor
dem Unteren Tor mit einfachen, zweigeschossigen Giebelhäusern.
Hauptstraße:
Zentrale Achse, eingespannt zwischen das Untere Tor im Norden und den weiten
Platz vor Pfarrkirche und Schloß im Süden. Meist zweigeschossige,
giebelständige Fachwerkhäuser des 16. und 17. Jhs. mit rückwärtigen
Ökonomiegebäuden, in der Reihung nur von dem langen Traufseitbau des
Alten Rathauses (
Nr. 11
) unterbrochen; Fassaden größtenteils im 18. Jh. erneuert. – Nr. 9, Gasthaus zum
Engel. Walmdachbau mit spätklassizistischer
Fassadengliederung um 1860; Rundbogenfenster des Obergeschosses
in Ädikulen, am Mittelrisalit mit gemeinsamer Verdachung, an den seitlichen
Pilastern Engelsköpfe, in den Sockelfeldern Rankenwerk und Tondo mit Büste;
Attika von Palmenvasen flankiert. – Nr. 13, Gasthaus zum Hasen.
1852 völlig verändert. Spätklassizistischer Walmdachbau;
flacher Mittelrisalit mit Kolossalordnung, darüber Dreiecksgiebel mit
Hauszeichen (zwei Hasen). Im zweiten Obergeschoß Saal von fünf zu vier
Achsen; von Palmetten gerahmte Spiegeldecke über hoher Voute; an der
Westwand Musikempore, Brüstung mit Lyra verziert.
Illerberger Straße: Nr. 9,
ehem. Äußere Badstube, jetzt
Gasthof Deutscher Kaiser. Erste Hälfte
18. Jh. Satteldachbau mit reichem Fachwerkgiebel.
Kirchplatz: Nr. 6,
ehem. Bräu- und Gasthaus. Um 1565
inmitten des urspr. freien Platzes erbaut. Langgestreckter Giebelbau mit
barocker Fassade um 1700.
Martin-Kuen-Straße: Nr. 5,
Gasthaus zum Löwen. Im Kern 1660;
neubarocker Umbau 1912/13.
Memminger Straße: Ehem. Obere
Vorstadt mit Giebelbauten vorwiegend des 17. und 18. Jhs.

