WEISSENSEE / Kath. Pfarrkirche St. Walburga

Kath. Pfarrkirche St. Walburga ( Am Pfarrhof 3 ). Ein vermutlich um 1200 errichteter romanischer Bau um 1350 und 1463 erweitert. 1668–1678 und 1720 verändert. – Einfacher Saalbau mit Flachdecken über hohen, seitlichen Vouten und eingezogenem, halbrund geschlossenem Chor. Im nördlichen Winkel quadratischer Turm; das spitz auslaufende Faltdach zwischen den Dreiecksgiebeln wohl im 19. Jh. (anstelle einer flachen Kuppelhaube von 1672) aufgesetzt. – Zarte Stuckaturen um 1720, vgl. St. Mang in >> Füssen. – Fresken 1730 von Johann Heel, teilweise stark übergangen; Chor: Tod und Himmelfahrt der hl. Walburga, Engel mit Monstranz und Wappen des Füssener Abts Dominikus Dierling, in Medaillons Apostel; Langhaus: Engel und Dreifaltigkeitssymbol, Drachenkampf des hl. Magnus, musizierende Engel, in Medaillons Apostel. – Hochaltar aus Stuckmarmor, um 1715, Dominikus Zimmermann zugeschrieben, das Scagliola- Antependium seinen Arbeiten von 1713in der Pfarrkirche von >> Wemding verwandt; Seitenaltäre um 1720/25, Nikolaus Babel zugewiesen. Altarblätter von Paul Zeiller; Hochaltar: hl. Walburga mit den Nebenpatronen Jakobus und Philippus, im Auszug Muttergottes; Seitenaltäre: links 14 Nothelfer, im Auszug hl. Magnus, rechts die hll. Martin, Georg und Sebastian, im Auszug Hl. Sippe. – Tafelbilder der Emporenbrüstungen 1730 von Heel: Legende der Titelheiligen und Putten mit ihren Attributen. Großformatige Kreuzwegstationen, Öl auf Leinwand, um 1750 von Balthasar Riepp. – Lebensgroßes Kruzifix, Mitte 16. Jh. Auf dem Taufstein Johannes der Täufer, um 1617/19, der Werkstatt von Bartholomäus Steinle zugewiesen.

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