WIESIGK / Luthersbrunnen

Luthersbrunnen. Etwa vier Kilometer außerhalb der Altstadt in Richtung >> Jessen an der B 187 gelegen.
Nach der Überlieferung war die Quelle Ziel häufiger Spaziergänge Martin Luthers. Auf seine Anregung erfolgten wohl deren Einfassung und der Bau eines Brunnenhauses. 1716/17 Erneuerung der Anlage sowie Anbau eines Hauses mit städtischer Wohnung und Saal für das Ratskollegium; nach 1815 Abriß des Wohnhauses und Neubau; im 19./A. 20. Jh. beliebtes Ausflugsziel mit Gastwirtschaft; 1951–90 Jugendwerkhof.
Spätbarocker Fachwerkbau, um 1820, verputzt, auf massivem Erdgeschoß; Mansarddach mit Krüppelwalm. Rechts neben dem Eingang Zugang zum in den Neubau integrierten Brunnenhaus. Der urspr. freistehende Bau wohl schon 1. H. 16. Jh. entstanden; 1717 Erneuerung der Quelleinfassung und Anlage des Vorraums durch den Wittenberger Bildhauer Peter Wollschläger. Vorraum kreuzgratgewölbt; über dem Zugang zum Brunnenraum lateinische Bauinschrift auf die Erneuerung der Anlage anläßlich des zweihundertjährigen Reformationsjubiläums. Der Brunnenraum aus zwei Teilen bestehend: vorderer Bereich kreuzgratgewölbt, mit spitzbogigen Seitenfenstern, das westl. durch Anbau des Hauses blind; im hinteren Teil, über dem eigentlichen Brunnen Tonnenwölbung; apsisartiger Schluß mit spitzbogigen Sitznischen und Sternwölbung.

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