BAD MUSKAU

BAD MUSKAU Niederschlesischer Oberlausitzkreis – Inv. Rothenburg
Auf dem Westufer der Lausitzer Neiße inmitten des Muskauer Parkes zwischen Fluß und Nordrand des Muskauer Forstes gelegen. Um 1200 entstand hier wohl eine Wasserburg, die 1249 erstmals erwähnt wird. 1361 als „veste Muskow“ mit städtischer Siedlung bezeichnet. Seit 1452 Stadtrecht. Der Kern des Ortes im Schutze der Wasserburg ein langgestreckter Straßenzug an der Straße Spremberg – Sagan mit rechteckigem Marktplatz, der mit einer Schmalseite die Straße berührt. Die zwei Tore, das Köbelner Tor und das Schmelztor 1766 durch Stadtbrand zerstört, keine Stadtmauer. Bis 1635 unter böhmischer Herrschaft, danach sächsisch, seit 1815 preußisch. Die Stadt in den von 1815–78 angelegten Landschaftspark einbezogen, dieser entworfen und ausgeführt unter Leitung des Grafen, seit 1822 Fürsten Hermann von Pückler-Muskau.
Wirtschaftliche Grundlage war von der M. des 16. Jh. bis 1865 der Alaunbergbau; 1823 Anlage eines Moor- und Mineralbades unter Fürst Pückler. Die Stadt 1944/45 schwer zerstört. Im Zuge des Wiederaufbaues die spätgotische, 1781–88 erneuerte Pfarrkirche St. Andreas und die Deutsche Kirche, 1605–22 von Bevilaqua errichtet, abgetragen.

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